EM.TV verklagt Haffa-Brüder auf 148 Millionen Euro

Mittwoch, 13. Oktober 2004

Wegen Fehlverhaltens beim Erwerb der Formel-1-Beteiligung im Jahr 2000 hat das Medienunternehmen EM.TV am Mittwoch beim Landgericht München Klage gegen sein ehemaliges Management eingereicht. Betroffen sind der ehemalige Vorstandsvorsitzende Thomas Haffa, sein Bruder Florian und der frühere Aufsichtsratsvorsitzende Nickolaus Becker.

Ihnen wird vorgeworfen, bei Unterzeichnung des Formel-1-Vertrags für das Unternehmen inakzeptable Risiken eingegangen zu sein, weil die Grundlagen für das Geschäft nicht ausreichend geklärt gewesen seien. EM.TV verlangt nun Schadenersatz in Höhe von 148 Millionen Euro.

Die Beklagten sollen außerdem für die Forderungen der Investmentbank Deutsche Morgan Grenfell aufkommen, die nochmals bis zu 50 Millionen Euro betragen. Im Streit um eine Entschädigung für Kursverluste hatten sich EM.TV und Morgan Grenfell im vergangenen Jahr auf einen Vergleich geeinigt. ps
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