EIAA: Kinder weisen Eltern den Weg ins Netz

Donnerstag, 10. April 2008
EIAA-Manager Thomas Duhr hält die familiären Umfelder für entscheidend
EIAA-Manager Thomas Duhr hält die familiären Umfelder für entscheidend
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Surfverhalten Thomas Duhr United Internet Europa


Kinder steigern die Online-Nutzung und haben maßgeblichen Einfluss auf das Surfverhalten ihrer Eltern im Internet. Zu diesem Ergebnis kommt die European Interactive Advertising Association (EIAA) in einer Erhebung im Rahmen der Mediascope-Europe-Studie, für die mehr als 7000 Internetnutzer im September 2007 europaweit befragt wurden. In dem Bericht "Digital Families 2008", der HORIZONT exklusiv vorliegt, veröffentlicht der Branchenverband europäischer Online-Vermarkter erstmals Daten zum Online-Nutzungsverhalten von Familien.

Die EIAA-Ergebnisse zeigen, dass sich Erwachsene mit Nachwuchs viel öfter im Internet aufhalten als Kinderlose. Knapp drei Viertel der befragten Eltern gehen demnach regelmäßig online, bei den Teilnehmern ohne Kinder sind es dagegen nur 52 Prozent. "Das liegt sicher in den speziellen Anforderungen von Familien mit Kindern begründet, bei deren Bewältigung das Internet sie maßgeblich unterstützt", erklärt Thomas Duhr, Executive Manager des Online-Vermarkters United Internet Media und Member of the Board der EIAA.

Die beliebtesten Online-Aktivitäten der Eltern in Europa sind Recherche und E-Mail-Kommunikation. Zudem sind sie musikalisch interessiert: Neben lokalen Informationsplattformen und Finanzseiten besuchen rund die Hälfte Musikportale, jeweils ein Drittel lädt Musik aus dem Netz und hört regelmäßig Radio über das Web.

Bei den deutschen Eltern steht vor allem die Möglichkeit, im Internet Zeit und Geld zu sparen hoch im Kurs. 54 Prozent nutzen hierfür regelmäßig Preisvergleichsportale und 52 Prozent Auktionsplattformen. Im Bereich Unterhaltung sind derzeit Online-Videos besonders angesagt.

Darüber hinaus sind Eltern technisch sehr gut ausgestattet. 82 Prozent von ihnen besitzen einen Computer im Haushalt gegenüber 62 Prozent bei den kinderlosen Befragten. 90 Prozent der Familien verfügen zudem über einen DVD-Player und 62 Prozent über einen MP3-Player. Nach Meinung von Duhr ergeben sich daraus Konsequenzen für Werbungtreibende und Mediaplaner: "Eine wichtige Erkenntnis des Reports besteht sicherlich darin, erwachsene Zielgruppen nicht ausschließlich separat zu betrachten, sondern sie auch im Kontext ihres familiären Umfelds zu verstehen."

Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT, die am 10. April erscheint.

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