EBRD übernimmt Beteiligung am Osteuropageschäft der WAZ-Gruppe

Freitag, 24. April 2009
WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach
WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) investiert bis zu 40 Millionen Euro für eine Beteiligung am Osteuropageschäft der Essener WAZ Mediengruppe. WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach und EBRD-Chef Thomas Mirow haben heute in London die Partnerschaft auf dem Balkan besiegelt. Demnach wird die EBRD zunächst 20 Millionen Euro für eine Beteiligung an der Wiener Ost-Holding der WAZ-Gruppe investieren. Weitere 20 Millionen Euro sind für künftige Kapitalerhöhungen reserviert. "Die Entwicklung unabhängiger Medien, die hochwertigen Inhalt in der gesamten EBRD-Region verbreiten, hilft bei der Stärkung der Demokratie und beim Aufbau wissensbasierter Wirtschaft, die für die Zukunft dieser Länder entscheidend ist", begründet Mirow die Finanzspritze. WAZ-Chef Hombach hofft, dass sein Verlag nicht nur von dem finanziellen Beitrag profitieren kann: "Die strengen Maßstäbe, die die EBRD an korrektes Wirtschaftshandeln anlegt, ihr Beharren auf Transparenz und ihre toleranzlose Ablehnung von Korruption sind gerade für ein Medienunternehmen ein großartiges zusätzliches Element der Selbstverpflichtung und -kontrolle."

Die WAZ Mediengruppe hat über ihre Beteiligungen in Südost- und Osteuropa ein Medienportfolio mit 37 Tages- und Wochenzeitungs- sowie 59 Zeitschriftentiteln, Druckbetrieben, Einzelhandelsvertrieb, Radio- und Fernsehsendern sowie Fernsehproduktionen und Internetplattformen in Albanien, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Rumänien, Russland, Serbien und Ungarn. Eine Expansion im Mittel- und Osteuropa ist geplant. bn
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