E-Plus erteilt Fusion mit O2 vorerst Absage

Mittwoch, 19. März 2003
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Der Mobilfunkanbieter E-Plus hat Spekulationen über ein Zusammengehen mit dem Wettbewerber O2 zurückgewiesen. "Ich schließe nichts für immer aus, aber wir planen, auf eigene Faust weiterzukommen", sagte Guy Demuynck, der Chef der Muttergesellschaft KPN-Mobile, gegenüber der "Financial Times Deutschland".

Die Spekulationen waren aufgekommen, da sowohl E-Plus als auch der kleinste deutsche Mobilfunker O2 es bislang nicht geschafft haben, die kritische Masse an Kunden zu gewinnen. E-Plus kommt derzeit in Deutschland mit 7,3 Millionen Nutzern auf einen Marktanteil von 12,3 Prozent, O2 kann mit seinen 4,6 Millionen Kunden einen Anteil von rund 8 Prozent vorweisen. Branchenkenner gehen davon aus, dass Mobilfunkanbieter mindestens einen Marktanteil von 20 Prozent benötigen, um profitabel arbeiten zu können.

E-Plus will den Angaben zufolge seinen rigiden Sparkurs in Deutschland aufgeben und wieder stärker auf Wachstum setzen. Im Mittelpunkt der Strategie steht dabei weiterhin der mobile Internetdienst I-Mode, für den KPN konzernweit bis Ende 2002 rund 240.000 Nutzer gewinnen konnte. In Deutschland war I-Mode deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Bis Ende des Jahres will KPN konzernweit eine Million I-Mode-Kunden gewinnen. In vier Jahren plant das Unternehmen in Deutschland schwarze Zahlen zu schreiben. Der Marktanteil soll bis dahin auf 18 bis 20 Prozent steigen. mas
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