E-Commerce: Facebook experimentiert mit "Collections"

Mittwoch, 10. Oktober 2012
-
-
Themenseiten zu diesem Artikel:

Facebook Pinterest Wunschzettel USA Victoria's Secret



Pinterest ist ein ziemlich hippes Web-Portal, auf dem Nutzer Produkte pinnen und mit ihren Freunden teilen können. Nun können sich auch Facebook-Nutzer Wunschzettel mit Produkten von Facebook-Partnern zusammenstellen - zumindest testweise in den USA. Zunächst mit sieben Unternehmen arbeitet das Social Network in der Anfang der Woche in den USA gestarteten Testphase zusammen - unter anderem mit der Dessousmarke Victoria's Secret. Das Prinzip: Die Firmen können unter Produkt-Postings den Button „Collect" einblenden.  Beim Klick auf den Button werden Produkte in einer Wunschliste markiert, die die eigenen Freunde sehen können. Über die Liste können die Produkte online bestellt werden.

Den für die Entwicklung von E-Commerce auf Facebook möglicherweise durchaus bedeutenden Test kündigt das Social Network mit ziemlichem Understatement an: „Heute starten wir einen kleinen Test, bei dem die ausgewählten Unternehmen Informationen über ihre Produkte mittels der Funktion Collections mitteilen können", lässt Facebook verlautbaren. Und weiter: „Die Nutzer können sich durcklicken und diese Produkte über Facebook kaufen." Eine Gebühr erhält Facebook beim Verkauf eines erfolgreichen Produkts über Collections nicht. Stattdessen hofft das Unternehmen auf Werbeeinnahmen von Unternehmen, die den neuen Service nutzen wollen und über Werbung Fans akquirieren.

Der „kleine Test" - über die Dauer des Experiments wurden keine Angaben gemacht - könnte für Facebook von großer Bedeutung sein. 1 Milliarde Nutzer hat Facebook inzwischen, eine Werbekampagne feiert diese beeindruckende Zahl. Im Werbemarkt ist der Konzern umsatzmäßig längst eine Größe. Doch ob Facebook auch die Zukunft des E-Commerce ist, darüber streiten sich die Geister. F-Commerce ist längst noch nicht so erfolgreich, wie vor einem Jahr vorhergesagt. Das soll sich nun ändern. Nachdem vor kurzem eine Strategie für das schwierige Thema Mobile entwickelt worden war, folgt nun der nächste Baustein für weiteres Umsatzwachstum: E-Commerce. Facebook mag der Börsenflop des Jahres sein. Für Überraschungen ist das Unternehmen aber immer noch gut. vs
Meist gelesen
stats