E-Commerce: Adidas zeigt Amazon und Ebay die rote Karte

Donnerstag, 14. Juni 2012
Adidas nimmt für Markenschutz weniger Umsatz im Kauf
Adidas nimmt für Markenschutz weniger Umsatz im Kauf

Selbstbewusste Ansage von Adidas: Der Sportartikelhersteller untersagt seinen Händlern ab 2013 den Verkauf über Onlineplattformen wie Amazon oder Ebay. Der Schritt soll das Image und die Positionierung der Marke schützen und übertriebene Rabatte unterbinden. Adidas will durch die Regelung sicherstellen, dass die Produkte über die Webseiten der Handelspartner oder die eigene Webseite verkauft werden. Für zugelassenen Verkaufsseiten gelten künftig detaillierte Vorgaben. Die Regelung gilt auch für die Tochter Reebok.

Adidas will die Sperre zunächst europaweit und dann global umsetzen. Amazon zeigt sich offenbar gesprächsbereit. Man arbeite “gern mit Adidas und Reebok, um auch weiterhin sicherzustellen, dass ihre Produkte in einem optimalen Umfeld präsentiert werden können”, zitiert die "FTD" Amazon-Chef Ralf Kleber.

Bereits seit April 2011 verkauft Adidas seine Produkte nicht mehr in SB-Warenhäusern, die auch Lebensmittel anbieten. Das kostet Umsatz. Allein bei Real soll Adidas damit auf einen Umsatz in siebenstelliger Höhe verzichten - und kann es womöglich verschmerzen.  So stieg der eigene E-Commerce-Umsatz über den Adidas-Webshop 2011 um 64 Prozent. ork
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