"E-Business" wird eingestellt, "E-Market" erscheint nur noch alle 14 Tage

Dienstag, 03. Juli 2001
Sammlerstück: Eine der letzten Ausgaben von "E-Business"
Sammlerstück: Eine der letzten Ausgaben von "E-Business"

Die aktuelle Ausgabe von "E-Business" ist die letzte. Die Verlagsgruppe Handelsblatt nimmt das erst im März gestartete 14-tägliche Magazin für die Internetwirtschaft mangels Anzeigenumsätzen wieder vom Markt. Vor allem das sich stetig verschlechternde Werbevolumen in der IT- und Investitionsgüterindustrie sei der Grund für die Einstellung, heißt es in einer hausinternen Mitteilung.

Der Spin-off der "Wirtschaftswoche" hatte mit den ersten Ausgaben zwischen 25000 und 30000 Exemplare verkauft. Damit toppte der Titel nach Angaben der Verlagsgruppe Handelsblatt die internen Erwartungen. Mit dem Einbruch der Internetwirtschaft verlief das Anzeigengeschäft jedoch seit dem Launch nur schleppend. Der von der Verlagsgruppe errechnete Marktanteil von 35 Prozent bei den Internetmagazinen wurde seit Anbeginn als noch "ausbaufähig" bezeichnet.

Auch der Wechsel in der Chefredaktion konnte dem Titel keinen neuen Schwung geben. Ulrich Pecher, der erst im April zu "E-Business" wechselte, kam vom Regen in die Traufe. Der ehemalige Chefredakteur von "Business 2.0" aus dem Future-Verlag, der ebenfalls vor kurzem seine Tore schloss, muss sich nun mit seinen Kollegen erneut nach einem neuen Job umsehen.

Vom kriselnden Web-Business ist nicht nur die Verlagsgruppe Handelsblatt betroffen. Auch beim Wochenmagazin E-Market dürfte die Stimmung unter den Mitarbeitern derzeit nicht allzu euphorisch sein: Das Wochenmagazin wird ab sofort auf 14täglichen Rhythmus umgestellt. Den harten Schnitt begründet die Geschäftsführung des Europa Fachpresse-Verlages mit der "schlechten Entwicklung des Anzeigenmarktes".
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