E-100-Index: 40 Prozent der deutschen Unternehmen verfügen über Online-Strategie

Montag, 24. September 2001

Die deutschen Unternehmen haben offenbar Nachholbedarf in Sachen Internetstrategie. Wie aus einer aktuellen Studie von Bain & Company und "Manager Magazin" zu den Web-Aktivitäten deutscher Unternehmen hervorgeht, gehen nur 40 der Top 100 Firmen die Web-Zukunft strategisch an. Insgesamt 30 Prozent machen mit, weil es die anderen auch tun. Die restlichen 30 Unternehmen halten das Internet laut Studie für nebensächlich.

Dennoch erkennen die Unternehmen in der Mehrheit das Internet als Medium der Zukunft an. Den Angaben zufolge sind zwei Drittel der Top 100 davon überzeugt, dass das Web ihrem Unternehmen Chancen bietet und zur Steigerung der Effizienz beiträgt. Zudem wird mehrheitlich erwartet, dass sich durch die Web-Aktivitäten eingefahrene Verhaltensweisen ändern.

Im Medienbereich schneidet Pro Sieben Sat 1 Media überdurchschnittlich ab. Nach Einschätzung der Marktforscher von Bain & Company werden die Chancen des Internet durch das Unternehmen genutzt. Auch der Axel-Springer-Verlag nutzt das Web bereits als zweiten Kommunikationakanal. Nachholbedarf gibt es laut Studie bei Bertelsmann. Hier gehen die Marktforscher davon aus, dass das Beteiligungsportfolio des Unternehmens überprüft werden muss.

Im Bereich Handel erzielt Aldi ein enttäuschendes Ergebnis. Laut Studie ist bei dem Filialisten eine Onlinestrategie derzeit nicht erkennbar. Bei Karstadt Quelle gibt es laut Studie hingegen vielversprechende Ansätze. Die Unternehmensberatung Bain & Company führte für die Studie eine schriftliche Befragung der 100 wichtigsten deutschen Unternehmen durch. Die Auswahl der Unternehmen orientierte sich an der Top-100-Liste des "Manager Magazins".
Meist gelesen
stats