DuMont: Verlegersohn Konstantin Neven steigt aus

Montag, 25. Februar 2013
Konstantin Neven DuMont
Konstantin Neven DuMont

Der Verlag M. DuMont Schauberg und Verlegersohn Konstantin Neven DuMont gehen offenbar endgültig getrennte Wege. Wie das Kölner Verlagshaus ("Kölner Stadtanzeiger", "Express", "Frankfurter Rundschau") am heutigen Montag mitteilte, hat Konstantin Neven DuMont seine Geschäftsanteile an seine Eltern übertragen. Auf die Details der Transaktion geht M. DuMont Schauberg in der sehr knappen "Pressmitteilung" nicht ein. Der Verlag teilt lediglich mit, dass die Übertragung der Geschäftsanteile "im gegenseitigen Einvernehmen" erfolgt und über die Einzelheiten Vertraulichkeit vereinbart worden sei.

Konstantin Neven DuMont hatte in den vergangenen Jahren als designierter Verlagschef immer wieder für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Der heute 43-Jährige, der bereits 1998 in die Geschäftsführung von M. DuMont Schauberg berufen wurde, war im November 2010 vom Aufsichtsrat der Mediengruppe auf unbestimmte Zeit beurlaubt worden. Auslöser war unter anderem die Affäre um Medienblogger Stefan Niggemeier. Der Manager soll damals den Blog des Medienjournalisten unter mehreren Decknamen mit bösen Kommentaren und Beschimpfungen überschwemmt haben. Obwohl Niggemeier damals Beweise vorlegte, stritt Konstantin Neven DuMont die Vorwürfe ab, wodurch eine öffentliche und peinliche Debatte über den Verlegersohn ins Rollen kam.

Konstantin Neven DuMont ist nach wie vor als Medienunternehmer tätig. Im Jahr 2011 gründete er das Unternehmen KNDM, das heute die auf Nachhaltigkeitsthemen fokussierte Online-Plattform Evidero.de betreibt. mas
Meist gelesen
stats