Dpa setzt auf Wachstum ihrer Tochter- und Beteiligungsunternehmen

Dienstag, 25. Juni 2002

Die Deutsche Presseagentur (dpa) hat 2001 mit 106,6 Millionen Euro einen im Vergleich zum Vorjahr stabilen Umsatz erzielt. Der Jahresüberschuss nach Steuern lag jedoch mit 2,8 Millionen Euro unter dem Vorjahresergebnis in Höhe von 3,5 Millionen Euro. "Die guten Umsatzzahlen in einem schwierigen Umfeld haben wir durch bessere Leistungen im Kerngeschäft, ein straffes Kostenmanagement sowie Erfolge in neuen Zielmärkten erreicht", erklärt Walter Richtberg, Vorsitzender der Dpa-Geschäftsführung.

Die Investitionen des Unternehmens gingen im vergangenen Jahr von 3,7 Millionen auf 3,6 Millionen Euro zurück. Auch der Cash-Flow verringerte sich von 8,8 Millionen auf 7,7 Millionen Euro. Insgesamt zweistellige prozentuale Umsatzzuwächse konnten die Online-, Auslands-, Selektions- und Grafikdienste erzielen. Weiterhin positiv entwickelten sich die Bilderdienste bei einem Umsatzzuwachs von 7,3 Prozent.

Allerdings ging das Geschäft mit den Wortdiensten um zwei Prozent zurück. Richtberg begründet diesen Verlust mit den sinkenden Auflagen der Zeitungen. Er kündigte außerdem an, dass die Hamburger Zentralredaktion für den englischen Internationalen Dienst aufgrund des Kostendrucks geschlossen werden müsse.

Stattdessen will die Dpa in Irland/Cork eine neue Einheit aufbauen. Da die Bedeutung der Tochter- und Beteiligungsunternehmen wie Epa, Mecom und Dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten 2001 zugenommen hat und alle Töchter schwarze Zahlen schreiben, setzt die Presseagentur auch 2002 auf neue Ableger: In wenigen Monaten soll ein neues Bildportal in Kooperation mit anderen Agenturen starten.
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