Doubleclick macht einen Rückzieher und legt neue Datenbank auf Eis

Freitag, 03. März 2000

Der amerikanische Onlinevermarkter Doubleclick hat seine Pläne, personalisierte Kundendaten mit anonymen Nutzerprofilen in einer Datenbank zusammenzuführen erst einmal auf Eis gelegt. Doubleclick setze seine Pläne aus, bis sich die Regierung mit der Industrie über die Datenschutzstandards für das Internet geeinigt habe, kündigte Doubleclick Chairman und Chief Executive Officer (CEO) Kevin O'Connor an. Damit reagiert das Unternehmen auf den Entrüstungssturm unter Datenschützern und die bei amerikanischen Gerichten eingereichten Klagen, die seine Fusion mit dem Direktmarketingunternehmen Abacus Alliance hervorgerufen hatte. O'Connor bezeichnete es als seinen Fehler, die Zusammenführung der anonymisierten Nutzerprofile mit den personalisierten Kundendaten geplant zu haben, ohne die Regierung und die Datenschutzstandards der Industrie einzubeziehen. Industrie, Kunden und Regierung müssen nun klare Richtlinien formulieren, die den Schutz aller Nutzer im Internet gewährleisten.
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