Dotcom-Krise bringt Konjunktur für Pleiten-Websites

Mittwoch, 21. März 2001
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Krise Entlassung Fuckedcompany Whytheyfailed


Die Krise der Dotcom-Branche sorgt für immer mehr Traffic auf Pleiten-Websites wie Banktruptcydata.com oder auch Thestandard.com, wo säuberlich getrennt Flops und Entlassungen aus der Dotcom-Branche protokolliert werden. Fuckedcompany.com, mit seinen süffisant geschriebenen Pleiten-News längst ein Klassiker, fühlt sich mittlerweile stark genug, um für Premium-Services Gebühren zu erheben. Das Muster: Von den in den vergangenen acht Monaten angeblich 40.000 Gerüchten, die bei Fuckedcompany.com eingingen, wurden nur rund 1400 veröffentlicht. Wer in Zukunft auf die komplette Gerüchteküche, rund 400 Texte am Tag, zugreifen möchte, zahlt monatlich 75 Dollar. Seriöser geht es dagegen bei Whytheyfailed.com zu. Die Website der US-Unternehmensberatung Bathwick Group sammelt Pleitemeldungen und analysiert, warum Geschäftsmodelle nicht funktioniert haben. Mittlerweile sind sowohl die US- als auch die europäischen News freigeschaltet.
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