Disruption Radio Award: Kein Preis, aber Fördergeld für Crowd Radio

Freitag, 20. Juli 2012
Der Disruption Radio Award soll revolutionäre Ideen fördern
Der Disruption Radio Award soll revolutionäre Ideen fördern

Die Jury des in diesem Jahr erstmals ausgeschriebenen Disruption Radio Award hat sich entschlossen, keinen Preis zu vergeben. Keine der eingereichten Ideen wurde aus Sicht der Juroren dem hoch gesteckten Anspruch einer "disruptiven oder revolutionären Veränderung der Radiolandschaft" gerecht. Einen Sieger gibt es aber trotzdem: Die Jury hat sich entschieden, das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro der Erfurter Agentur Frischr zur Weiterentwicklung der Technologie Crowd Radio anzubieten. Mit der App kann jeder Besitzer eines Smartphones selbst Inhalte produzieren. Mit der Anwendung wurde bei der Bloggermesse Re:publica im Mai bereits eine Radiosendung von Besuchern mitproduziert. Nach Meinung der Jury ist Crowd Radio "nicht nur geeignet, die Leistungsfähigkeit und damit Nutzung von Radioapplikationen deutlich zu steigern, sie bietet auch einen Ansatz für eine an User gerichtete eigenständige Webradiomarke". Mit dem Preisgeld sollen die Möglichkeiten der App nun weiter geprüft werden.

Der Disruption Radio Award wurde Anfang des Jahres von der Radiobeteiligungsgesellschaft NWZ Funk + Fernsehen ins Leben gerufen. Vielversprechende Konzepte können von NWZ als Inkubator zusätzlich mit einer Unternehmensbeteiligung von bis zu 1 Million Euro gefördert werden. In der Jury sitzen unter anderem die ehemalige AS&S-Radio-Geschäftsführerin Esther Raff (heute Ströer Media), der ehemalige RMS-Chef Wilfried Sorge, Sven Becker, CEO von TBWA Deutschland und Christopher Franzen, Geschäftsführer von NWZ Funk + Fernsehen. dh
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