Digitales Satellitenfernsehen auf dem Vormarsch

Donnerstag, 27. Mai 2010
Die digitale Verbreitung per Satellit nimmt zu (Foto: SES Astra)
Die digitale Verbreitung per Satellit nimmt zu (Foto: SES Astra)

Das digitale Satellitenfernsehen entwickelt sich rasant. Im 1. Quartal wurden laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) über 800.000 digitale Sat-Receiver verkauft - 38 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der verkauften Sat-Receiver stellt damit auch den Löwenanteil aller verkauften digitalen Empfänger. Insgesamt waren es 1,1 Millionen Geräte. Für den Satellitenbetreiber Astra sind dies gute Nachrichten, wird doch am 30. April 2012 die analoge Übertragung des TV-Signals via Satellit abgeschaltet. Idealerweise sollten bis zu diesem Zeitpunkt 90 bis 95 Prozent der bisherigen Satellitenempfänger bereits umgerüstet haben, damit die Sender durch die Umstellung keine Zuschauereinbrüche hinnehmen müssen. Im Jahr 2009 waren bereits 74,1 Prozent der Satelliten-Haushalte digital. Zum Vergleich: Beim wichtigsten Übertragungsweg Kabel waren es nur 30,6 Prozent.

Besonders getrieben wird der Absatz durch den Verkauf von HD-Sat-Receivern. Die Geräte, mit denen das hochausflösende  Fernsehen empfangen werden kann, machten im 1. Quartal 450.000 Stück aus - mehr als 80 Prozent aller digitalen Receiver. Astra strahlt in dem Paket HD+ die Free-TV-Programme RTL, Vox, Pro Sieben, Sat 1 und Kabel Eins aus. Nach dem ersten kostenfreien Jahr kostet HD+ den Nutzer 50 Euro im Monat. Pro Sieben Sat 1 und die Mediengruppe RTL Deutschland profitieren anteilig von steigenden HD+Abonnentenzahlen.

"Die sehr erfreuliche Entwicklung der Zahlen unterstreicht, dass der Satellit eindeutig der attraktiveste Empfangsweg für digitales Fernsehen und HDTV ist", sagt Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer von Astra Deutschland. Mit den Kabelnetzbetreibern haben sich die beiden großen TV-Gruppen bis heute nicht auf die Bedinungen für die Ausstrahlung der HD-Programme geeinigt. pap
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