Digitale Piraterie sorgt für Flaute in der Filmwirtschaft

Mittwoch, 20. August 2003

Das offizielle Halbjahresergebnis der Filmförderungsanstalt (FFA) bestätigt, was sich schon im 1. Quartal 2003 angekündigt hat: in den deutschen Kinos gehen Besucher- und Umsatzzahlen zurück. Bis Ende Juni wurden 71,3 Millionen Besucher verzeichnet, das sind im Vergleich zum Vorjahr 11,3 Prozent weniger. Der Umsatz verringerte sich um 13,8 Prozent auf 80,4 Millionen Euro. Die außergewöhnliche Wetterlage sei nur ein Grund für diesen Einbruch, so die FFA.

Deutlich hätten sich auch die allgemeine wirtschaftliche Lage und vor allem der Aufschwung der digitalen Piraterie ausgewirkt. Immer mehr Filme seien schon vor dem Kinostart als Raubkopien auf Video-CD und sogar DVD erhältlich. Trotz allem konnte der deutsche Film seinen Marktanteil auf 16,1 Prozent erhöhen. Filme wie "Good Bye Lenin" und "Das Fliegende Klassenzimmer" erreichten hohe Besucherzahlen.

Auch in anderen Ländern waren deutsche Filme im 1. Halbjahr 2003 sehr erfolgreich, der Film "Nirgendwo in Afrika" verkaufte sich in 73 Länder. Schwach sei dagegen das Filmangebot aus den USA gewesen, so die FFA, was sich auch auf Besucherzahlen und den Umsatz ausgewirkt habe. sch
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