Digital-Zentralisierung: Hasselbring, Schmidt und Broer verlassen G+J

Donnerstag, 19. Juli 2012
Christian Hasselbring kehrt G+J den Rücken
Christian Hasselbring kehrt G+J den Rücken

Die offenbar geplante Zentralisierung des Digitalgeschäfts bei Gruner + Jahr zieht die erwarteten personellen Folgen nach sich: Christian Hasselbring, Thomas Schmidt und Angela Broer, die Online-Geschäftsführer der G+J-Verlagsgruppen Agenda („Stern", „Eltern"), Life („Brigitte", „Gala") und Wirtschaftsmedien („FTD", „Capital"), verlassen den Verlag. Ein G+J-Sprecher bestätigt entsprechende HORIZONT.NET-Informationen auf Nachfrage. Mit dem Abgang der drei Digitalchefs, die den neuen Kurs offenbar nicht mitgehen wollten, wird jenes Szenario wahrscheinlicher, wonach die Verlagsgruppen zwar die redaktionelle Hoheit über ihre Sites behalten, die Verantwortung fürs Web-Business jedoch an das so genannte G+J Digital Center - eine Abteilung im Geschäftsführungsbereich Operations von Axel Wüstmann - abgeben müssen.

Wie man hört, sind Wüstmann und sein Digitalchef Felix Menden derzeit im Markt unterwegs und versuchen, Personal für ihre Unit zu rekrutieren, die mit der Zentralisierung offenbar deutlich wachsen soll. Das alles klingt danach, dass Wüstmann so schnell wie möglich, wohl schon im September, für G+J eine veränderte Digitalstrategie präsentieren will. Anlass dürfte die verschärfte Suche nach Effizienzen, Synergien und Ideenaustausch sein vor dem Hintergrund, dass bei G+J wie anderswo die Online-Erlöse zwar oftmals steigen, die Rückgänge im traditionellen Print-Business aber meist nicht kompensieren können. rp

 
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