"Die perfekte Minute": Sat 1 haucht dem Freitagabend neues Leben ein

Montag, 03. Mai 2010
60 Sekunden hat der Kandidat Zeit, um Eier auf Glühbirnen zu stapeln
60 Sekunden hat der Kandidat Zeit, um Eier auf Glühbirnen zu stapeln
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Sat.1 Pfefferminzdragee Keks Pinzette Stirn Spielshow RTL


Aus Keksen einen Turm auf der Stirn bauen, Pfefferminzdragees mit einer Pinzette von einem wackeligen Teller sammeln und mit einer Orange zwischen den Knien laufen - diese und weitere Herausforderungen mussten am vergangenen Freitag die Kandidaten der neuen Spielshow "Die perfekte Minute" um 20.15 Uhr auf Sat 1 bewältigen. Für jede der Aufgaben ist nur eine Minute Zeit. Zweimal darf es schiefgehen. Wer alle zehn Spiele meistert, gewinnt 250.000 Euro.

Mit diesem Konzept konnte Sat 1 bei der Premiere beachtliche 14,4 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe absahnen. Der Wert liegt deutlich über dem Senderschnitt von 11,7 Prozent im April. Insgesamt schalteten 2,48 Millionen Zuschauer ein. Nach einer Reihe von Flops schafft es Sat 1 damit, dem Sendeplatz zur Prime Time am Freitagabend wieder Leben einzuhauchen. Im Formatvergleich erreicht "Die perfekte Minute" immerhin Rang 4 in der Prime Time am Freitag. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag "Let's Dance" (RTL) mit 17,6 Prozent Marktanteil an der Spitze, gefolgt von dem Film "Triple X" (Pro Sieben) mit 16,8 Prozent und "Wer wird Millionär" (RTL) mit 16,7 Prozent.

Das Konzept der Sat-1-Sendung ist simpel und wohl deshalb auch so spannend. Statt übertriebener Stunt-Einlagen und aufwendig gestalteter Parcours, setzt Sat 1 auf einfache Spiele mit Alltagsgegenständen. So kann sogar der Zuschauer zu Hause mitmachen und sich mit den Kandidaten messen, was in der Generation Wii sicher gut ankommt. Die Spiele werden bereits im Vorfeld jeder Folge veröffentlicht, sodass man üben kann. Wer an der Sendung teilnehmen will, kann online eine Videobewerbung abgeben.

Nicht zuletzt verdankt Sat 1 den guten Auftakt sicher auch dem PR-trächtigen Comeback der Moderatorin Ulla Kock am Brinck, die vor einigen Jahren große Show-Klassiker wie die "100.000 Mark Show" und die "Lotto-Show" moderiert hat - bis sie aufgrund der Beziehung mit Theo Baltz, damals Ehemann von Sabine Christiansen, Negativschlagzeilen machte. Nun ist sie offenbar rehabilitiert: Seit Wochen ist die Boulevardpresse voll von Berichten über ihre Rückkehr auf den Fernsehbildschirm und die Trennung von Baltz, was sicher auch die Neugier des TV-Publikums geweckt hat. Aber nicht nur die PR-Maschinerie auch die Moderations-Qualitäten von Ulla Kock am Brinck sind für den guten Start verantwortlich. Von ihrer Energie und Leidenschaft hat die 49-Jährige trotz ihrer langen TV-Abstinenz nichts eingebüßt. bn
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