Die meisten Deutschen profitieren nicht von der Digitalisierung

Donnerstag, 18. März 2010
Ältere Menschen surfen nur selten im Netz
Ältere Menschen surfen nur selten im Netz

Eine große Mehrheit der Deutschen partizipiert nicht an den digitalen Medien. Nur für 26 Prozent der Bevölkerung sind digitale Medien fester Bestandteil des täglichen Lebens. Weitere 35 Prozent sind „digitale Außenseiter" und 30 Prozent Gelegenheitsnutzer. Das zeigt die Studie „Digitale Gesellschaft in Deutschland - Sechs Nutzertypen im Vergleich" der Initiative D21, für die TNS Infratest 1.014 Personen deutschlandweit befragt hat. Die Ergebnisse im Detail: Der durchschnittliche digitale Profi, die prozentual größte Gruppe innerhalb der digitalen Nutzer, ist 36,1 Jahre alt, meist männlich und berufstätig. Er hat sowohl zuhause als auch im Büro eine sehr gute digitale Infrastruktur. Die digitalen Außenseiter sind die größte und gleichzeitig mit einem Durchschnittsalter von 62,4 Jahren die älteste Gruppe. Die Gelegenheitsnutzer sind durchschnittlich 41,9 Jahre alt. Sie nehmen im Vergleich zu den digitalen Außenseitern zumindest teilweise am Geschehen in der digitalen Gesellschaft teil. 98 Prozent besitzen einen PC oder ein Notebook, drei Viertel bereits eine Digitalkamera.

Diese „Digitale Spaltung" definiere sich im Hinblick auf Kompetenz, Wissen, Nutzungsvielfalt und -intensität sowie der Einstellung gegenüber den digitalen Medien. Ulrich Hermann, Mitglied des D21-Gesamtvorstandes und Geschäftsführer von Wolters Kluwer Deutschland spricht daher von einer „Teilung der Gesellschaft in Teilnehmer und Nichtteilnehmer an den neuen Informations- und Kommunikationstechniken." se
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