"Die große Pep-Show": Pressestimmen zum ersten Auftritt von Pep Guardiola

Dienstag, 25. Juni 2013
Für die "Bild" war die Pressekonferenz "Die große Pep-Show"
Für die "Bild" war die Pressekonferenz "Die große Pep-Show"


Der erste Auftritt des neuen Bayern-Trainers Pep Guardiola wurde zum bislang größten Medienspektakel in der Geschichte des FC Bayern München. Rund 250 Journalisten waren bei der Vorstellung des Star-Trainers aus Spanien dabei - und erlebten einen hervorragend vorbereiteten Pep Gurdiola, der mit fließendem Deutsch und seinem bescheidenen Auftreten viele Symptahiepunkte sammelte. HORIZONT.NET präsentiert ausgewählte Pressestimmen zur Vorstellung des neuen Hoffungsträgers.

"Bild"

Die "Bild"-Zeitung ist voll des Lobes für den neuen Bayern-Trainer und verleiht ihm schon mal einen inofiziellen Meister-Titel:

"PEP IST SCHON DEUTSCH-MEISTER! Vor 240 Journalisten aus 11 Nationen spricht er während der 52-minütigen Präsentation fast fehlerfrei deutsch, wechselt nur bei Fragen von ausländischen Journalisten in die jeweilige Landessprache darunter neben Spanisch und Katalan auch Italienisch, das Pep durch seine Zeit in Italien (2001 bis 2003) spricht."

"Süddeutsche Zeitung"

Die "SZ" feiert Pep Guardiolas "Einzug in die Arena"
Die "SZ" feiert Pep Guardiolas "Einzug in die Arena"

Wie viele andere Tageszeitungen ehrte auch die "Süddeutsche Zeitung" Guardiola mit einem Titelfoto und feiert etwas pathetisch seinen "Einzug in die Arena". Kommentator Christof Kneer sieht den FC Bayern nach den gescheiterten Experimenten mit Jürgen Klinsmann und Louis van Gaal endlich reif für den nächsten Schritt in die Zukunft:

"Wer Guardiola am Montag erlebt hat, ahnt, wofür die Experimente mit Klinsmann und van Gaal gut gewesen sein könnten - nicht nur, weil zur Beruhigung des aufgewühlten Klubs erstmal Jupp Heynckes heimgeholt wurde, der daraufhin all jene Titel einsammelte, als deren rechtmäßiger Besitzer sich van Gaal wähnt. Vor allem hat der FC Bayern beim zweimaligen Üben von Zukunft ein Gespür dafür entwickelt, wie Zukunft wirklich geht - der dritte Versuch, jener mit Guardiola, könnte nun sitzen."

"11 Freunde"

-
-
Das Fußball-Kulturmagazin "11 Freunde" adelte die Präsentation von Guardiola mit seinem gerade eben mit einem Grimme Online Award ausgezeichneten Live-Ticker ("Endlich: Die Eagles gehen wieder auf Tour!"). Kleine Kostprobe:

"11:59 Uhr
Der Countdown läuft. In knapp einer Minute explodiert die Welt. Zeit, Danke zu sagen. Danke Mama, danke Papa, dass ihr mich groß gezogen habt. War sicher nicht immer leicht. Aber es hat sich gelohnt. Ich habe die Welt manchmal sogar geliebt. Aber jetzt ist es gut, dass es vorbei ist. Pep, bitte übernehmen sie!"

12:05 Uhr
Kreeeeeeeeeeeeisch. Da iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisssssssssssssssssssssssssssssss... "

"WAZ"

-
-
Für die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" ist Guardiola nach seinem sympathischen Auftritt "Bayerns Anti-Mourinho":

"Guardiola ist bestimmt kein Jose Mourinho, er ist weit davon entfernt zu versichern, ein besonderer Mensch zu sein. Stattdessen nennt er es "ein Geschenk" und "ein Glück", bei den Bayern arbeiten zu dürfen , und erstaunlicherweise kauft man ihm das sogar ab. Tatsächlich könnte der Spanier mit dem Bambi-Blick, der da gestern auf einem Podium inmitten eines Mir-san-mir-Geschwaders saß, einen Wert für die Münchner bekommen, der kaum bezahlbar ist: Wenn der erste Eindruck zutrifft, dann ist Guardiola ein Sympathieträger . Und man kann nicht behaupten, dass die Münchner solche Typen im Überfluss haben."

"TZ"

-
-
Die Münchner "TZ" machte mit dem neuen Bayern-Trainer auf und erklärt das "Phänomen Pep - Sein Charme, sein Stil, seine Sprache." Auf der Website begleitete die Boulevardzeitung die Pressekonferenz außerdem mit einem Live-Ticker.

"taz"

Die "taz" bietet ein "Minutenprotokoll" der Pressekonferenz
Die "taz" bietet ein "Minutenprotokoll" der Pressekonferenz
Die Berliner "taz" dokumentiert die Pressekonferenz mit einem akkuraten Minutenprotokoll mit dem Titel "Der Seppwerdung Beginn":

"12.13 Uhr: Metzgersohn Uli Hoeneß berichtet von seiner Reise in die große Welt nach New York, wo ihm Pep Guardiola in seiner Wohnung am Central Park seinen Computer gezeigt habe. Da habe er gleich gewusst, dass das der richtige Mann für den FC Bayern sei.

12.17 Uhr: Grummeln im Presseraum. Warum kann Pep Guardiola eigentlich besser Deutsch als Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß, Matthias Sammer und Markus Hörwick?"

Meist gelesen
stats