Die Rundschau pokert weiter

Dienstag, 06. April 2004
"FR"-Chef Günter Kamissek
"FR"-Chef Günter Kamissek

In die Verhandlungen um einen möglichen Partner für die angeschlagene "Frankfurter Rundschau" ist wieder Bewegung gekommen, nachdem die Risikokapital-Gesellschaft 3i den Frankfurtern ein deutlich verbessertes Angebot präsentiert hat. "Rundschau"-Geschäftsführer Günter Kamissek wollte zu dem 3i-Angebot mit Hinweis auf laufende Gespräche nicht Stellung nehmen.

Derzeit verhandelt die Verlagsgeschäftsführung mit der SPD-eigenen Medienholding DDVG über deren Einstieg als Gesellschafter. Mittlerweile sind die rechtlichen Voraussetzungen für einen Gesellschafterwechsel erfüllt. Der Darmstädter Regierungspräsident Gerold Dieke hat einer entsprechenden Satzungsänderung für die Karl-Gerold-Stiftung zugestimmt.

Unterdessen hat die "Süddeutschen Zeitung" zum 30. Juni 2004 den Druckauftrag über 30.000 Exemplare, gekündigt. Die Kündigung erfolgte bereits im Juli 2003. Auch Axel Springer erwägt, seinen bis 2009 laufenden Druckauftrag für "Bild" zu kündigen. Der Konzern will den anstehenden Gesellschafterwechsel bei der "Rundschau" zum Ausstieg aus den Verträgen nutzen. Kamissek: "Es gibt keinerlei Ausstiegsklauseln, die von einem Gesellschafterwechsel bedingt sind".nr
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