Die Gätjen-Premiere bei "Schlag den Raab": Gute Quoten, unzufriedene Fans

Montag, 06. Juni 2011
Kommt nicht bei allen Fans gut an: Steven Gätjen
Kommt nicht bei allen Fans gut an: Steven Gätjen


Wäre der neue Moderator nicht, könnte man sagen: Alles beim Alten. Stefan Raab kämpfte am vergangenen Samstag bei der 29. Ausgabe seines Game-Duells "Schlag den Raab" wie lange nicht mehr. Am Ende errang der Altmeister nicht nur den Sieg über Kontrahent Tobias, sondern auch über die TV-Konkurrenz. "Schlag den Raab" versammelte 2,21 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren vor dem Fernseher und erzielte damit den Tages-Bestwert von 30,4 Prozent Marktanteil. Neu-Moderator Steven Gätjen wird um ähnlich guten Zuspruch noch kämpfen müssen: Von der Fans der Sendung bekam der 38-Jährige keine guten Kritiken. Bei seiner Premiere als Moderator von "Schlag den Raab" musste Steven Gätjen nicht nur einen fast fünfeinhalb Stunden dauernden Show-Marathon bewältigen, sondern auch eine knifflige Situation: Beim Spiel "Spaghetti", als beide Kontrahenten so schnell wie möglich nach einer trockenen Spaghetti-Nudel greifen mussten, verletzten sich Raab und Tobias an dem scharfen Plexiglastisch. Mechanisch sagte Gätjen eine Werbepause an, in der die beiden verarztet werden konnten. Und auch sonst konnte man den Eindruck gewinnen, Gätjen wolle seine Show-Premiere so schnell wie möglich hinter sich bringen: Der Nachfolger von dem zur ARD-"Sportshow" gewechselten Matthias Opdenhövel hetzte teilweise durch seine Moderationen und wirkte angesichts von Raabs Psycho-Spielchen manchmal sogar ein wenig genervt.

Die eingefleischten Raabianer konnte der gebürtige Amerikaner damit nicht für sich gewinnen, auf der Facebook-Seite der Sendung hagelt es Kritik: "Gätjen passt einfach nicht zur Sendung" heißt es dort, oder "Gätjen raus". Während manche Alternativ-Vorschläge (Elton, Gottschalk, Joko & Klaas) präsentieren, haben andere bereits eine Facebook-Initiative für einen neuen "Schlag den Raab"-Moderator gestartet.

Von den Medien gab es für Gätjens Premiere ein geteiltes Echo. Während "Stern.de" den Moderator als "aalglatt und ausreichend bieder" titulierte, lobt die "Frankfurter Rundschau" den Auftritt Gätjens als "souverän". "Wenn Gätjen so weiter macht, war es die richtige Entscheidung, ihn in die Show zu nehmen" urteilt das Blatt in seiner Online-Ausgabe. Auch die "Süddeutsche" lobte, dass Gätjen sich wacker geschlagen habe und bis zum Schluss souverän geblieben sei. Die "Bild" erlaubt sich noch kein Urteil, sondern lässt lieber ihre User abstimmen: Derzeit sagen 38 Prozent, dass man Gätjen nach einer Sendung noch nicht beurteilen könne, 33 Prozent weniger sagen "Das war gar nix". Immerhin 29 Prozent sind der Meinung, der Moderator habe das "super gemacht". ire
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