Die Fehde zwischen Springer und der FAZ dauert an

Freitag, 03. August 2001

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH hat gegen den Springer-Verlag Schadensersatzklage und Widerrufsklage beim Landgericht Hamburg eingereicht. Der Stein des Anstoßes: Die "Welt am Sonntag" hatte in einem Artikel behauptet, der Frankfurter Verlag sei unter anderem durch einen Anzeigenrückgang von 75 Millionen Mark im ersten Halbjahr in eine finanzielle Schieflage geraten.

Die Frankfurter hatten daraufhin eine ausführliche Gegendarstellung in der "WamS" durchgesetzt. Zur Höhe der Schadensersatzforderung will sich Jochen Becker, Vorsitzender der FAZ-Geschäftsführung, nicht äußern. "Geld interessiert uns nicht, uns geht es ums Prinzip", erklärt Becker. Man wolle ein Zeichen setzen, denn sonst könne ja jeder wider besseren Wissens schreiben, was er will.
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