Die FAZ entlässt Mitarbeiter und stellt die Berliner Seiten ein

Dienstag, 18. Juni 2002
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Die Krise in der Medienbranche fordert nun auch von der FAZ-Gruppe weit größere Opfer als vermutet. Offenbar sieht sich das Unternehmen jetzt dazu gezwungen, verstärkt in der Redaktion zu sparen. Nach Brancheninformationen wurden die Mitarbeiter heute auf der 14-täglich durchgeführten großen Redaktionskonferenz in Frankfurt über die bevorstehenden Maßnahmen informiert.

Mitherausgeber Dieter Eckart bestätigt, dass die FAZ-Gruppe im gesamten Verlagsbereich betriebsbedingte Kündigungen im dreistelligen Bereich durchführen müsse. Zudem werden die "Berliner Seiten" der "FAZ" ab Juli nicht mehr erscheinen. Nachdem der Geschäftsführungsvorsitzende Jochen Becker kürzlich im HORIZONT-Interview Sparmaßnahmen im Bereich Fachzeitschriften, Druckauflage und bei den Unternehmensbeteiligungen ankündigte, stehen dem Unternehmen damit weitere einschneidende Kürzungen ins Haus, die aufgrund "außerordentlicher Kostensteigerungen, insbesondere im Bereich Material, Transport und Zustellung" (O-Ton "FAZ") notwendig geworden sein sollen.

In der heutigen Ausgabe kündigte der Verlag aus diesem Grund auch seinen Abonnenten zum 1. Juli 2002 eine Erhöhung des Zustellpreises von "FAZ" und "FAZ-Sonntagszeitung" um 2 Euro auf 30,20 Euo im Monat an.
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