Die FAZ bringt den Stellenmarkt ins Netz

Freitag, 03. September 2004

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" geht nicht nur werblich in die Offensive. Nach der Wiederauflage der Kluge-Köpfe-Kampagne will das Unternehmen nun auch im Stellenmarkt und im Nebengeschäft wieder Flagge zeigen. So wird das Stellenmarkt-Angebot, bei dem die "FAZ" in den zurückliegenden Jahren empfindliche Einbußen hat hinnehmen müssen, künftig in erweiterter Form ins Internet transferiert. Dort soll bereits an diesem Wochenende unter www.faz-stellenmarkt.de bei wöchentlicher Aktualisierung das Rubrikengeschäft unter der Verantwortung eines weitgehend neu zusammengestellten 4-köpfigen Teams wiederbelebt werden. Bezahlte Stellenanzeigen, Recherchemöglichkeiten zum Unternehmen, personalisierte Bewerbungsmappen und andere Tools sollen das Angebot qualitativ für Fach- und Führungskräfte interessant machen und damit von anderen Stellenbörsen abheben. Zur Bekanntmachung des Angebots schaltet die "FAZ" ab kommender Woche in Zeitschriften, Hörfunk- und Outdoor-Medien entsprechende Anzeigenmotive.

Eine Neubelebung erfährt darüber hinaus das Nebengeschäft, das das Management in Frankfurt zurückhaltend gerne als Kundenbindungsmaßnahme deklariert. Hier startet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ab 3. Oktober 2004 eine 20-teilige Opern-Edition auf DVD, die in Kooperation mit Arthouse entstand und von der Feuilleton-Redaktion editorisch begleitet wurde. Der Kaufpreis je Oper liegt bei 19,90 Euro. Anders als die "SZ"-Buchedition können die DVDs nur direkt bei der "FAZ" geordert werden. Bei entsprechender Resonanz soll die Reihe 2005 mit einer Ballett-Reihe fortgeführt werden. Darüber hinaus gibt es in der Frankfurter Hellerhofstraße Überlegungen, das "FAZ-Magazin" wiederaufleben zu lassen. Ein Dementi kommt Peter Asmussen, FAZ-Geschäftsführer, zu diesem Thema zumindest nicht über die Lippen: "Es gibt allenfalls Gedankenspiele, aber keine konkreten Ideen. Es müsste ja auch nicht zwingend ein wöchentliches Objekt sein. Wir denken aber sicherlich darüber nach, welche Angebote wir entwickeln müssen, um neue Leser an die Zeitung heranzuführen. Entscheidend für ein solches Projekt sind Kundenbindung und der Nutzen im Anzeigengeschäft. Nach den Einschnitten in der Vergangenheit bedarf so etwas sorgfältiger Prüfung." nr
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