Die Deutsche Welle muss sparen

Freitag, 08. April 2011
Die Deutsche Welle muss den Gürtel enger schnallen
Die Deutsche Welle muss den Gürtel enger schnallen


Trotz steigender Kosten muss die Deutsche Welle in Zukunft mit einem stagnierenden Bundeszuschuss auskommen. Bis zum Jahr 2013 wird der Sender einer umfassenden Reform unterzogen. Das Angebot des vom Bund finanzierten Auslandssenders soll der veränderten Mediennutzung der Menschen Rechnung tragen. Künftig wird der Schwerpunkt vor allem auf den Bereichen Fernsehen sowie Internet und Mobilfunk und weniger bei Radioangeboten liegen. Weitere Veränderungen stehen bei der inhaltlichen Ausrichtung an. Hier soll sich der Sender auf außenpolitisch relevante Kernregionen konzentrieren. Zu diesen werden Afrika, Lateinamerika, Afghanistan, Russland und China gezählt. Die inhaltliche Programmgestaltung liegt zwar bei dem Sender selbst, allerdings unterliegt die Deutsche Welle als Anstalt des öffentlichen Rechts der Aufsicht der Bundesregierung. Diese bezieht zusammen mit dem Bundestag Stellung zu der 4-jährigen Planung des Senders.

Zu den Kernaufgaben der "medialen Visitenkarte" Deutschlands in der Welt (Kulturstaatsminister Bernd Neumann) gehört die Förderung der deutschen Sprache. Übereinstimmend sprachen sich Abgeordnete des Bundestags dafür aus, dass zukünftig auch Inhalte von ARD und ZDF kostenfrei genutzt werden können. Der Bundeszuschuss beträgt aktuell 273 Millionen Euro. hor
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