Die Chefs greifen vor allem zu Fachzeitschriften

Mittwoch, 07. November 2001

Für 85 Prozent der rund 14 Millionen professionellen Entscheider sind die Fachmedien die quantitativ am häufigsten genutzte berufliche Informationsquelle. Erst mit deutlichem Abstand folgen Internet (61 Prozent), Außendienst (58 Prozent) und Direktwerbungsmaßnahmen. Das ergibt die aktuelle Emnid-Studie "Leistungsanalyse Fachmedien 2001", die der Verband der Deutschen Fachpresse in Auftrag gegeben hat und die zuletzt 1995 vorgelegt wurde.

"Es hat sich herausgestellt, dass die Fachzeitschriften trotz eines breiten Medienangebots nach wie vor die führende Informationsebene sind, die den Entscheider erreicht", erklärt Reinhold Welina, Sprecher des Fachpresse-Verbands. Überrascht zeigt sich Welina indes vom Stellenwert des Internet: "Einen solch hohen Reichweitenwert hätte ich nicht erwartet."

Unerwartet sind wohl auch die Ergebnisse für Entscheidermedien, die das Segment der Wirtschaftszeitschriften bereithält: Mit einer Reichweite von 34 Prozent bei den professionellen und 59 Prozent bei den Top-Entscheidern kommt die Wirtschaftspresse nur auf hintere Plätze in der Nutzergunst. Ganz anders die Fachzeitschriften: Bei den knapp 2 Millionen Top-Managern, die ein jährliches Einkaufsvolumen von 100.000 Mark verantworten, setzen sie sich mit einer Reichweite von 95 Prozent deutlich von den anderen Informationsquellen ab.

Auch in den fünf unterschiedlichen Entscheidungsphasen sind Fachzeitschriften im Kommunikationsmix das bevorzugte Informationsmedium. In der wichtigen Phase des Angebotsvergleichs und Vorentscheidung schmilzt der Vorsprung der Fachmedien bei den 14,2 Millionen professionellen Entscheidern gegenüber anderen Quellen allerdings deutlich ein. Während 68 Prozent der Manager angibt, dass die Fachpresse für sie wichtig beziehungsweise sehr wichtig sei, verweisen bereits 62 Prozent auf Messeveranstaltungen. 59 Prozent holen sich ihre Entscheidungstipps in dieser Phase über den Außendienst. Die Leistungsanalyse Fachmedien wurde auf einer Basis von 673 Interviews erhoben.
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