Di Lorenzo sagt der "Süddeutschen Zeitung" ab

Montag, 22. März 2010
Giovanni di Lorenzo bleibt bei der "Zeit".
Giovanni di Lorenzo bleibt bei der "Zeit".

Giovanni di Lorenzo wird nicht als neuer Chefredakteur zur "Süddeutschen Zeitung" wechseln. Der Chefredakteur der "Zeit" habe nach längerer Bedenkzeit abgesagt, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Verlagskreise. Die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) ist bereits seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden SZ-Chefredakteur Hans Werner Kilz, 66, der Ende des Jahres in den Ruhestand gehen wird. Nach der Absage von di Lorenzo läuft es wahrscheilich auf einen internen Kandidaten hinaus. Nach Informationen des "Spiegel" gelten die Kilz-Stellvertreter Kurt Kister und Wolfgang Krach als aussichtsreich, aber auch die Ressortleiter Heribert Prantl (Innenpolitik), Stefan Kornelius (Außenpolitik) und Ulrich Schäfer (Wirtschaft) würden vom Herausgeberrat in Betracht gezogen.

Laut "Spiegel" haben die SZ-Gesellschafter der SWMH ein Anforderungsprofil für den neuen Chefredakteur erstellt. Das Renommierblatt brauche demnach einen Chef, der die verkrusteten Strukturen aufbrechen und Hierarchien abbauen könne, mehr Frauen in Führungspositionen bringe und einen frischen Blick von außen mitbringe. Die Redaktion hat bei der Besetzung des Postens ein Vetorecht. Die leitenden Redakteure können einen Vorschlag des Herausgeberrats mit zwei-Drittel-Mehrheit ablehnen. dh
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