Deutschlandweite Kampagne für die inhaftierten "BamS"-Reporter

Freitag, 07. Januar 2011
Unterstützung aus Deutschland für die inhaftierten "BamS"-Reporter
Unterstützung aus Deutschland für die inhaftierten "BamS"-Reporter
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Iran BamS Freilassung Journalistenverband FAS WamS Focus


Verleger- und Journalistenverbände solidarisieren sich öffentlich mit den beiden im Iran inhaftierten Journalisten und fordern in einer deutschlandweiten Anzeigenkampagne deren Freilassung. Am Sonntag werden die ersten Anzeigen in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", in "Bild am Sonntag" und "Welt am Sonntag" geschaltet. Auch "Spiegel", "Focus", "Stern", "Wirtschaftswoche", "Die Welt", "FAZ", "Süddeutsche Zeitung" und die "Bild" haben angekündigt in den folgenden Wochen kostenfreie Anzeigen zu veröffentlichen. Hintergrund: Im Oktober 2010 wurden zwei deutsche Journalisten der "Bild am Sonntag" im Iran verhaftet. Sie waren angereist, um den Sohn der wegen Ehebruch zum Tode verurteilten Sakine Mohammadi Aschtiani zu interviewen. Die Versuche der Bundesregierung, die Haftstrafe aufzuheben  blieben bisher erfolglos. Lediglich einem Besuch von Verwandten wurde zugestimmt.

Initiatoren der Kampagne sind der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Unterstützung bekommen sie dabei vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV), der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) sowie von "Reporter ohne Grenzen". Befürworter kommen auch außerhalb von Deutschland. Der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA), der europäische Zeitungsverlegerverband ENPA, die International Federation of the Periodical Press (FIPP) sowie die European Federation of Magazine Publishers (FAEP) stehen ebenfalls hinter dem Projekt.

VDZ-Präsident Hubert Burda fordert: "Die beiden Journalisten haben sich in Ausübung ihres Berufes und im Einsatz für eine freie Berichterstattung im Iran aufgehalten. Wir fordern ihre sofortige Freilassung und damit Beachtung und Respekt vor den Grundsätzen der Pressefreiheit." DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken und Ulrich Janßen, Vorsitzender der DJU schließen sich dieser Forderung an. Die Inhaftierung verstoße gegen internationales Recht und behindere die unabhängige Berichterstattung. Deshalb lautet die klare Botschaft der Kampagne, die von der Agentur Jung von Matt konzipiert wurde: "Freiheit für die beiden im Iran inhaftierten deutschen Reporter!" hor
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