Deutschlands erste Sport-Tageszeitung geht an den Start

Montag, 15. März 2010
Cover der ersten Ausgabe von "Der Sport-Tag"
Cover der ersten Ausgabe von "Der Sport-Tag"

Die Platzhirschen "Kicker" und "Sport Bild" bekommen Konkurrenz: Ungeachtet der nach wie vor schwierigen Lage an den Anzeigenmärkten geht in dieser Woche die erste deutsche Sport-Tageszeitung an den Start. "Der Sport-Tag" kommt zunächst am 15. März 2010 in Berlin und am 17. und 20. März in zwei weiteren Gebieten jeweils in einer Gesamtauflage von 150.000 Exemplaren an den Kiosk. Das 24 Seiten starke Heft, das sich auf die Themen Fußball, Formel 1, Handball, Basketball, Eishockey und Golf fokussiert, kostet 50 Cent, für die 48 Seiten starke Sonntagsausgabe sollen Leser einen Euro zahlen.

Der neue Sport-Titel, der sich an der französischen "L'Equipe" und der italienischen "La Gazzetta dello Sport" orientiert, sitzt in Berlin und besteht zunächst aus 12 festangestellten Redakteuren sowie 20 freien Journalisten. Chefredakteur ist Winfried Weber. "Der Anspruch ist es, die Leser und Sportbegeisterten immer aktuell und schnell zu informieren, denn da liegt der Vorteil des Mediums Tagszeitung", sagt Verleger Michael Hahn über das neue Projekt.

Die Verbreitung soll in den kommenden Wochen und Monaten zügig ausgebaut werden. Nach Angaben von Hahn sollen ab sofort jede Woche zwei bis drei weitere Druckstandorte hinzukommen. Ziel ist es, bis Mitte April 90 Prozent der Bevölkerung zu erreichen. Dass das Blatt nicht von Anfang an bundesweit erhältlich ist, wird damit begründet, dass "im Vorfeld niemand den Transport flächendeckend übernehmen konnte". Daher werde die gesamte Vertriebs-Logistik selbst aufgebaut und organisiert.

Neben Michael Hahn, der sich bereits mit "nurTV" und "TV Sudoku" einen Namen gemacht hat, stehen "fünf sportlich stark interessierte Gesellschafter" hinter dem Projekt. Darunter ist auch der Berliner Immobilienunternehmer Patrick Juhncke. mas
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