Deutsche Telekom baut Vorstand um

Freitag, 29. November 2002
Gut aufgestellt: Der neue Telekom-Vorstand
Gut aufgestellt: Der neue Telekom-Vorstand

Die Deutsche Telekom hat den Konzernvorstand neu besetzt. Wie das Unternehmen mitteilt, soll die Anzahl der Vorstandsmitglieder reduziert werden. Zudem sollen künftig die vier Tochterunternehmen T-Com, T-Mobile, T-Systems und T-Online stärker im Konzernvorstand abgebildet werden.

In Zukunft soll Josef Brauner als Vorsitzender des Bereichsvorstandes bei T-Com die Interessen des Festnetzes im Konzern vertreten und im Konzernvorstand bis auf weiteres auch für die T-Systems zuständig sein. Christian A. Hufnagl bleibt Vorsitzender der Geschäftsführung T-Systems. Neuer Konzernvorstand T-Mobile wird René Obermann, der zuletzt Europachef bei der Mobilfunktochter war. Er verantwortet zukünftig im Konzernvorstand das gesamte Mobilfunkgeschäft und soll gleichzeitig Vorstandsvorsitzender von T-Mobile werden.

Der Vorstandschef von T-Online, Thomas Holtrop, gehört künftig ebenfalls dem Konzernvorstand an. Die Nachfolge von Georg Tenzer, der seinen Job als stellvertretender Vorstandsvorsitzender zurücklegen wird, tritt Karl-Gerhard Eick an. Er soll den Angaben zufolge neben Controlling, Corporate Finance, Investor Relations und dem Billingservice zukünftig auch den Einkauf, M&A, Recht sowie die Beteiligungsverwaltung verantworten. Heinz Klinkhammer leitet weiterhin den Vorstandsbereich Personal. Jeffrey Hedberg, bisher zuständig für den Vorstandsbereich International, wird zum Jahresende aus dem Vorstand der Deutschen Telekom ausscheiden und die Deutsche Telekom in den USA leiten. Zusätzlich übernimmt er die Funktion des Vice Chairman T-Mobile USA.

Max Hirschberger, der als Vorstand des Ressorts Corporate Affairs die Bereiche Recht, Strategie, Revision und Organisation verantwortete, verlässt das Unternehmen. "Mit der neuen Vorstandsstruktur erhalten die vier Divisionen mehr Verantwortung und Entscheidungsbefugnis, bei gleichzeitiger verstärkter Einbindung in die Konzernziele", so Vorstandsvorsitzender Kai-Uwe Ricke. Ziel sei es, die Verbindlichkeiten des Konzerns deutlich abzubauen.
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