Deutsche Online-Shops fallen beim TÜV durch

Freitag, 19. Januar 2001
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Anbieter von Online-Shops erfüllen hierzulande nur selten die erforderlichen Standards in puncto Sicherheit und Datenschutz. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Hamburger TÜV Nord Security, die über 100 Online-Shops auf Herz und Nieren geprüft hat. Laut Studie weisen 95 Prozent der untersuchten Fälle Lücken im Bereich der Netzsicherheit auf. In 90 Prozent aller Fälle war der Datenschutz nicht gewährleistet.

Auch die Bestimmungen des Fernabsatzgesetzes, das den Online-Händler verpflichtet, so wenig persönliche Daten wie möglich zu erheben, wird den Angaben zufolge nur von 3 Prozent der Anbieter eingehalten. Statt dessen würden häufig für die Geschäftsbeziehung unerhebliche Daten abverlangt wie etwa Angaben zum Familienstand. Nur 86 Prozent der Anbieter holen laut TÜV vom User eine Erlaubnis für die Benutzung seiner persönlichen Daten ein.

Ferner könnten 82 Prozent der Online-Händler keine Zustimmung der User zu den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) vorweisen. Nur bei 5 Prozent der untersuchten Angebote konnte die Netzsicherheit garantiert werden. Die größten Unsicherheitsfaktoren sind nach TÜV-Angaben der mögliche Datenklau, die Verfälschung und das Löschen von Informationen sowie das Fehlen von Sicherheits-Updates.
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