Deutsche Fußball Liga gründet Produktionstochter für Medien-Inhalte

Dienstag, 06. März 2012
Tom Bender hat ab September eine neue Aufgabe
Tom Bender hat ab September eine neue Aufgabe

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) reagiert auf die gestiegenen Anforderungen an Vermarktung und Produktion von Medieninhalten: Zum 1. September 2012 verpasst sich das Unternehmen eine neue Organisationsstruktur, bei der die Zahl der Geschäftsbereiche von drei auf zwei verringert wird. Im selben Zuge gründet die DFL eine eigene Produktionstochter unter der Leitung von Tom Bender, der damit aus der DFL-Geschäftsführung ausscheidet. "Neben der Produktion des Basissignals sowie der weltweiten Vermarktung der zur Verfügung stehenden Rechte werden künftig auch die Erstellung und technische Bereitstellung medialer Inhalte in einer eigens dafür geschaffenen Struktur stattfinden", sagt Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat der DFL hat die Veränderungen im Rahmen seiner turnusmäßigen Sitzung in Frankfurt beschlossen. Die neue Tochterfirma mit Sitz in Köln soll die redaktionelle Erstellung medialer Inhalte sowie deren Ausspielung über unterschiedliche Technologien operativ umsetzen. Zudem wird zu den Aufgaben des Unternehmens neben dem Betrieb des Deutschen Fußball-Archivs die Realisierung der Online-Portale bundesliga.de und bundesliga.com gehören - letzteres startet in der kommenden Saison im Zuge der verstärkten Auslandsvermarktung der Bundesliga. Mit dem Wechsel an die Spitze der Neugründung gibt Tom Bender seine Tätigkeit in der DFL-Geschäftsführung und im Ligavorstand zum 1. September auf. Bislang verantwortete Bender die Bereiche Medien sowie Marketing und Kommunikation.

DFL-Chef Christian Seifert reagiert auf gestiegene Anforderungnen
DFL-Chef Christian Seifert reagiert auf gestiegene Anforderungnen
Die Struktur der DFL sieht ab diesem Zeitpunkt wie folgt aus: Statt bisher drei wird es künftig nur noch zwei Geschäftsbereiche geben. Zum Verantwortungsbereich von Seifert gehören dann neben den Bereichen Finanzen, Recht sowie Kommunikation und Werbung auch die neugeschaffenen Aufgabenfelder "Produktmanagement und Strategisches Marketing" sowie "Public Affairs und Regulierung". Neben den sowohl national als auch international gestiegenen Anforderungen an die Medienvermarktung gibt die DFL die "zunehmenden Aufgaben in Bezug auf politische und regulatorische Rahmenbedingungen" als Gründe für diesen Schritt an. Der Geschäftsführungsbereich Spielbetrieb unter Holger Hieronymus bleibt unangetastet und umfasst wie bisher die Direktionen Spielbetrieb und Lizenzierung sowie die Aufgabenbereiche Spielplanung und Fan-Angelegenheiten.

"Die Liga setzt damit weiter auf Professionalisierung und Spezialisierung", sagt Liga-Präsident und DFL-Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard Rauball. "Während sich die DFL künftig verstärkt auf die Organisation des Spielbetriebes und die strategische Positionierung und Vermarktung der Liga konzentrieren kann, wird mit der Gründung einer neuen Tochter-Gesellschaft der Fokus auf mediale Themenfelder gelegt, die für die Zukunft der Bundesliga von Bedeutung sind." ire
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