Deutsche Fachverlage investieren in neue Produkte und Personal

Donnerstag, 15. Oktober 2009
Digitalisierung ist die größte Herausforderung deutscher Fachverlage
Digitalisierung ist die größte Herausforderung deutscher Fachverlage

Fachverlage wollen mittelfristig massiv in die Entwicklung neuer Angebote sowie in Personalentwicklung investieren. Als größte Herausforderung sehen sie die zunehmende Digitalisierung und die zurückgehenden Printumsätze. Das sind die Ergebnisse der Studie "Wege in die Zukunft - Herausforderungen für Fachverlage 2010/2013". Verlage mit hohem Zeitschriften-Anteil mussten ein deutliches Minus bei den Anzeigenerlösen hinnehmen. Für Verlage mit einem gemischten Angebotsportfolio allerdings verlief die wirtschaftliche Entwicklung eher konstant.

Um mit neuen Produkten für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein, fehlen den Verlagen laut eigenen Angaben vor allem eines: strategische Partnerschaften bei Produktentwicklung, Technologie und Vertrieb. Auch das Fehlen kompetenter Mitarbeitern für den Aufbau neuer Geschäftsfelder bemängeln die befragten Verlagsgeschäftsführer.

Unsicherheit herrscht bei der Art und Weise, wie man dem strukturellen Umbruch in der Medienlandschaft entgegentreten soll. Bernd Adam, Geschäftsführer Deutsche Fachpresse: "Die Fachverlage zeigen echten Unternehmergeist, wenn sie jetzt trotz konkunktureller Krise versuchen, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln." Dies sei ohne Zweifel ein Kraftakt, und niemand habe ein Patentrezept. "Doch wer nichts tut und auf die Rückkehr der alten Zeiten wartet, ist ganz sicher schlecht beraten."

Zentrale Handlungsfelder der Fachverlage (zum Vergrößern bitte anklicken)
Zentrale Handlungsfelder der Fachverlage (zum Vergrößern bitte anklicken)
Für die qualitative Studie, die Martina Steinröder (Steinröder Publishing Consulting) und Bernd Pitz (Selbstverständlich - Rat & Tag für Medien) mit Unterstützung der Deutschen Fachpresse durchgeführt haben, wurden Geschäftsführer von Fachverlagen bezüglich der aktuellen Geschäftsentwicklung, wichtigen Herausforderungen der nächsten Jahre und strategischen Möglichkeiten befragt. Die Arbeit ist heute auf der Buchmesse in Frankfurt vorgestellt worden. jm
Meist gelesen
stats