Deutsche Fachpresse meldet Umsatzplus und vereinbart Reichweiten-Konvention mit dem GWA

Montag, 03. Mai 1999

"Die Fachpresse hat sich im vergangenen Jahr wirtschaftlich gut entwickelt" - so das zusammenfassende Resümee von Klaus Kottmeier, Sprecher der Deutschen Fachpresse, bei der Vorlage der Jahresbilanz in Frankfurt. Nach einer Konsolidierungsphase in den vergangenen beiden Jahren habe die Branche mit ihren 497 Verlagen ihre Erlöse erneut steigern können. So stieg der Umsatz 1998 um sechs Prozent auf 4,27 Milliarden Mark. Dazu trugen sowohl das Anzeigengeschäft mit 2,27 Milliarden Mark (1997: 2,16 Milliarden Mark) als auch der Vertrieb mit 1,83 Milliarden Mark (1997: 1,74 Milliarden Mark) mit guten, wenn auch insgesamt moderaten Wachstumsraten gleichermaßen bei. Auch für das laufende Jahr rechnet der Verband, so Kottmeier, mit einer weiteren gesunden Entwicklung. Die verbreitete Auflage aller 3390 Titel (1997: 3350) konnte im letzten Jahr wieder um fünf Millionen auf 492 Millionen Exemplare gesteigert werden. Die verkaufte Auflage stieg um vier Prozent auf 290 Millionen Exemplare. Bei der Entwicklung neuer Titel hingegen hält die Branche sich zurück: So wurden 1998 weniger Titel neu eingeführt, dafür aber häufiger Relaunches vorgenommen. 100 Neuerscheinungen kamen 1998 auf den Markt, 150 Titel präsentierten sich optisch und inhaltlich überarbeitet. Zuwachs hingegen im Bereich elektronisches Publizieren: Hier waren im vergangenen Jahr gut 48 Prozent der Fachpresse-Mitgliedsverlage präsent (1997: 44 Prozent). Zukünftig werden die Fachverlage ihre Informationen als Plattform-Provider anbieten und zusätzlich Umsätze durch neue Services generieren. Eine wichtige Weichenstellung gelang dem Verband mit der Realisierung eines GWA-Gütesiegels für branchenspezifische Gruppenreichweiten-Analysen. Dieses wurde jetzt in der "Konvention zur Durchführung von Reichweiten-Analysen für Fachzeitschriften nach GWA-Standard" als Vereinbarung zwischen der Deutschen Fachpresse und dem Gesamtverband Werbeagenturen (GWA) paraphiert. Damit soll die Erstellung von Reichweitenanalysen nach GWA-Standard mit zielgruppenbezogenen Gruppenanalysen gefördert werden, nachdem ein Emnid-Gutachten ergeben hatte, daß sich eine Gesamt-Mediaanalyse Fachpresse nicht realisieren läßt.
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