Deutsche Bank ist gegen Pool-Lösung bei Kirch

Donnerstag, 28. Februar 2002

Auf Extratour ist die Deutsche Bank in der Finanzkrise des Medienunternehmers Leo Kirch. Während die anderen Gläubigerbanken des mit 6,5 Milliarden Euro verschuldeten Kirch-Imperiums eine Pool-Lösung anstreben und die Schuldenlast des Medienmultis im Gegenzug für eine Beteiligung am Konzern senken wollen, hat die Deutsche Bank eigene Pläne, die sich vor allem um Kirchs 75-prozentigen Formel-1-Anteil drehen.

Nach Informationen der "FTD" soll die DB im Interesse der Automobilkonzerne handeln, die seit längerem die Formel 1 von Kirch übernehmen wollen. Die DB selbst ist Großaktionär bei Daimler Chrysler. Der Stuttgarter Autobauer ist Miteigentümer beim Rennstall McLaren-Mercedes und eine der treibenden Kräfte, die die Formel 1 in Händen der Autokonzerne sehen wollen. Laut "FTD" will die DB Kirch noch diese Woche ein Angebot für die Formel 1 unterbreiten.
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