Deutsche Bank dementiert Vorbereitungen für Vergleich mit Kirch-Erben

Mittwoch, 14. November 2012
Die Deutsche Bank will den Kirch-Prozess offenbar endlich beenden
Die Deutsche Bank will den Kirch-Prozess offenbar endlich beenden

Am Freitag geht vor dem Oberlandesgericht München der Schadensersatzprozess der Kirch-Erben gegen die Deutsche Bank weiter. Nachdem sich die Anzeichen für ein Urteil zugunsten der Erben des Medienmoguls verdichtet haben, wird bei dem Frankfurter Geldhaus offenbar an einem neuen Vergleichsangebot gearbeitet. Das berichtet das "Manager Magazin" in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Das Geldinstitut hat den Bericht des Magazins mittlerweile zurückgewiesen. Das Wirtschaftsmagazins hatte am Mittwoch per Vorabmeldung berichtet, dass in der Frankfurter Zentrale bereits die Vorbereitungen für einen möglichen Vergleich laufen. Die Vorstandschefs der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, wollen den seit Jahren andauernden Streit mit Kirch und dessen Erben demnach spätestens im Februar abschließen. Die Vergleichssumme könnte sich auf mehr als eine Milliarde Euro belaufen, will das "Manager Magazin" erfahren haben. Im Frühjahr hatte die Bank einen Vergleich über rund 800 Millionen Euro abgelehnt. Die Deutsche Bank hat noch am Mittwochnachmittag dementiert, an einem Vergleich zu arbeiten. Der Bericht des "Manager Magazins" sei "völlig aus der Luft gegriffen", sagte ein Sprecher.

Der juristische Streit um die Pleite des Kirch-Konzerns dauert mittlerweile fast zehn Jahre. Kirch hatte die Bank 2002 auf Schadensersatz verklagt, nachdem der ehemalige Chef der Deutschen Bank Rolf Breuer die Kreditwürdigkeit des Medienkonzerns in einem Fernsehinterview angezweifelt hatte. Der im vergangenen Jahr verstorbene Medienmagnat sah darin die Hauptursache für den Zusammenbruch seines Unternehmens.  Der Prozess vor dem OLG München wird am Freitag fortgesetzt. dh
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