Deutsche Anzeigenblatt-Verleger rechnen erneut mit Werbe-Minus

Freitag, 17. Oktober 2003

Die Verleger von Anzeigenblättern rechnen für 2003 im dritten Jahr in Folge mit einem Rückgang des Werbemarktes. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA), Heiner Urhausen, sagte am Donnerstag zur Jahresversammlung in Erfurt, er rechne mit einem Minus im einstelligen Bereich. Es sei jedoch noch nicht klar, ob der enorm große Anzeigenblattmarkt damit dennoch wieder weniger Werbeeinnahmen verlöre als andere Medien wie Tageszeitungen, Zeitschriften, Hörfunk und Fernsehen.

Der gesamte Medienmarkt musste laut Urhausen im vergangenen Jahr ein Minus von 7,5 Prozent hinnehmen, die Anzeigenblätter lediglich ein Minus von 4,9 Prozent netto. Der BVDA begründete das bessere Abschneiden damit, dass die Anzeigenblätter nicht so stark vom Rubrikengeschäft abhängig seien wie zum Beispiel Tageszeitungen. Die stärksten Anzeigenrückgänge verzeichne der Anzeigenblattmarkt bei regionalen und überregionalen Geschäftsanzeigen.

Im Bundesverband sind nach eigenen Angaben 199 Verlage mit 749 Titeln bei einer wöchentlichen Auflage von 52,2 Millionen Exemplaren vertreten. Der gesamte Anzeigenblattmarkt umfasst in Deutschland 485 Verlage mit 1292 Titeln und einer Wochenauflage von 86,8 Millionen Stück. nr
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