Deutlich weniger Übernahmen in der Verlagsbranche

Dienstag, 15. Dezember 2009
2009 kamen deutlich weniger Unternehmen aus der Medienbranche unter den Hammer
2009 kamen deutlich weniger Unternehmen aus der Medienbranche unter den Hammer

Die Wirtschafts- und Finanzkrise wirkt sich auch auf die Übernahmeaktivitäten im deutschen Verlagswesen aus. Das geht aus einer aktuellen Studie des Frankfurter Beratungsunternehmens Bartholomäus & Cie. hervor. Danach hat sich das Klima im Bereich Mergers & Acquisitions (M&A) deutlich abgekühlt. Laut Bartholomäus & Cie. wurden im laufenden Jahr gerade einmal 198 Transaktionen getätigt - gegenüber dem Vorjahr ist das ein dickes Minus von 24 Prozent. Weniger dramatisch fällt der Vergleich aus, wenn man mehrere Jahre zurückblickt: So wurde im Jahr 2008 mit 261 Übernahmen ein Höchststand erreicht. 2007 zählte Bartholomäus & Cie 240, ein Jahr zuvor 164 Übernahmen. 2005 wurden nur 138 Zukäufe getätigt.

Auch das M&A-Marktvolumen, gemessen am Umsatz der gekauften Unternehmen, sank 2009 um rund 20 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Euro. Den größten Anteil am Geschehen hatten erneut die Tageszeitungen. In diesem Segment beläuft sich das Transaktionsvolumen 2009 auf 1,6 Milliarden Euro. Im Bereich Fachmedien summiert sich der Gesamtwert der Verkäufe 2009 auf etwas mehr als eine Milliarde Euro. Im Buchhandel wurden Übernahmen im Wert von 441 Millionen Euro getätigt. mas
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