Der Süddeutsche Verlag löst seine Werbeabteilung teilweise auf

Dienstag, 16. Juli 2002

Die Finanzkrise des Süddeutschen Verlages fordert weitere Opfer. Nachdem das Jugendmagazin "Jetzt" mit der kommenden Montagsausgabe zum letzten Mal erscheint, soll nun die Berlin-Seite dem Rotstift zum Opfer fallen. Unternehmenssprecher Sebastian Lehmann dementiert jedoch einen entsprechenden Bericht des "Stern". "Hier ist noch nichts entschieden". Außerdem wird die Werbeabteilung teilweise aufgelöst und ausgesourct.

Auf der Betriebsversammlung, die heute in München stattfand, wurden die unlängst beschlossenen Sparmaßnahmen, von denen auch die Redaktion in erheblichem Maße betroffen ist, von den Verlagsangehörigen detailliert diskutiert. Eine neue Beschlusslage gibt es hingegen nicht. Im gesamten Verlagsbereich soll die Personaldecke um rund 500 Stellen ausgedünnt werden.

Ein Nachfolger für den ehemaligen Chef der Fachinformationssparte, Bernhard von Minckwitz, ist ebenfalls noch nicht in Sicht. Jürgen Richter, der bei Bertelsmann-Springer den Hut genommen hat, wird es offenbar nicht. Lehmann: "Das ist völliger Unsinn. Es bestehen keinerlei Kontakte zu Herrn Richter".
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