Der Spiegel macht sein Online-Angebot mobil

Donnerstag, 10. August 2006

Das Aufrüsten der Wochentitel im Internet geht weiter: Nachdem in der vergangenen Woche die "Zeit" ein Nachrichtenportal freigeschaltet hat, geht in diesen Tagen Marktführer Spiegel Online mit einem umfangreichen Mobile-Angebot in die Offensive. Unter dem Namen Spiegel Mobil machen die Hamburger nahezu ihr gesamtes Web-Angebot für HTML-fähige Handys verfügbar. Spiegel Mobil ist ein Provider-unabhängiges Portal. Bisher waren Teile von Spiegel Online nur auf den Portalen Vodafone Live, T-Zones, Avantgo und I-Mode abzurufen. Allerdings war Spiegel Online dabei als einer von vielen Inhalte-Anbietern der Regie der Mobilfunkdienste unterworfen. Mit Spiegel Mobil übernehmen die Hamburger das Zepter jetzt selbst in die Hand. Jeder Spiegel-Online-Artikel ist unter der einheitlichen URL Mobil.spiegel.de abrufbar, ebenso Bilder, Börse und Teile des kostenpflichtigen Premiumangebotes Spiegel Digital. Auf neueren UMTS-Geräten kann man die Videos von Spiegel Online abspielen. Die Reichweitenerwartungen dürften zunächst bei mehreren 100.000 Usern pro Monat liegen. Bei den Nutzungskosten gelten dieselben Regeln wie beim Online-Auftritt: Die Inhalte, die im Web kostenlos sind, gibt es auch mobil zum Nulltarif. Stattdessen setzt der "Spiegel" auf Werbefinanzierung. Den Verkauf übernimmt der hauseigene Online-Vermarkter Quality Channel. Die Umsatzerwartungen fürs 1. Geschäftsjahr dürften deutlich sechsstellig sein. rp

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 32/2006, die am Donnerstag, 10. August, erscheint.

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