Der HORIZONT TV-Tipp: "Freiheit fürs Internet"

Donnerstag, 12. Juli 2012
Die Doku "Freiheit fürs Internet" beleuchtet die politische Rolle des Internets
Die Doku "Freiheit fürs Internet" beleuchtet die politische Rolle des Internets


Die Bilder der Revolutionen in Tunesien, Ägypten und Libyen gingen um die Welt. Bei den Massendemonstrationen waren immer wieder junge Menschen zu sehen, die die Ereignisse mit Mobiltelefonen dokumentierten und anschließend über soziale Netzwerke verbreiteten. Die 3sat-Doku "Freiheit fürs Internet" zeigt, welche Rolle das weltweite Netz heute für Oppositionsbewegungen spielt - und wie Regierungen darauf reagieren. Die Freiheitsbewegungen in Tunesien und Ägypten wurden auch als "Facebook-Revolution" bezeichnet. Die Opposition nutzte das Internet und soziale Netzwerke, um sich untereinander zu vernetzen und den Widerstand gegen die alten Regime zu organisieren. "Heute sind wir nicht auf der Straße, sondern arbeiten an technischen Dingen, Hardware, Software und deren Einsatz, um Lösungen für lokale Probleme zu finden. Auch das heißt, sich um Demokratie kümmern", betont Ashraf Fahmy vom Cairo Hacker Space. Die USA unterstützen demokratische Bewegungen gezielt bei der Kommunikation über das World Wibe Web. Auf der anderen Seite entwickeln Geheimdienste und Militärs Instrumente, um die freie Kommunikation im digitalen Raum zu kontrollieren oder bei Bedarf zu unterbinden. 

Die Dokumentation "Freiheit fürs Internet" beleuchtet die Rolle des Internet für moderne Oppositionsbewegungen und zeigt, welche technischen Möglichkeiten bestehen, der Zensur zum Opfer gefallene Kommunikationstechnologien aufrechtzuerhalten. dh

Freiheit fürs Internet, Donnerstag, 12. Juli, 20.15 Uhr, 3sat
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