DealTime gibt Expansionspläne in Europa auf

Freitag, 25. Mai 2001

Der nach eigenen Angaben international führende Einkausservice für Preis- und Produktvergleiche muss sich in Europa aufgrund der schwierigen Marktsituation im Webgeschäft auf seine Kernmärkte Deutschland und England fokussieren. Der geplante Ausbau von DealTime Europe ist somit gestoppt. Daher hat Elisabeth Schick, CEO von Dealtime Europe die Konsequenzen gezogen und verlässt das Unternehmen. Die Länderchefs in England und Deutschland, Ehud Fuhrmann und Karl Krainer berichten künftig direkt an Dan Ciporin, Chef von DealTime in den USA. Daraus lässt sich ableiten, dass die Position von Schick nicht neu besetzt wird. Außerhalb Europas wird sich DealTime auf Aktivitäten in Japan und USA beschränken.

Mehr Geld soll durch den Ausbau des Geschäfts mit Private Labels in die Kassen fließen. Bei DealTime in Heidelberg rechnet man trotz der Entwicklung damit, den Break even im Europageschäft Mitte kommenden Jahres erreichen zu können. Um die Konzentration auf die Profitabilität zu erhöhen, hat DealTime die klassischen Marketingaktivitäten eingedampft und sich von Partnern getrennt. Die Partner hätten zwar quantitativ, aber nicht unbedingt qualitativ hochwertigen Traffic gebracht, erklärt die 34-jährige Europachefin Schick. Dealtime Europa wurde vor einem Jahr als Joint Venture zwischen Bertelsmann und DealTime gegründet und im Januar 2001 in eine 100-prozentige Tochter von DealTime Ltd. umgewandelt. Im Gegenzug hat Direct Group Bertelsmann die Anteile an DealTime Ltd. erhöht und ist im Besitz der Mehrheit der Anteile.

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