Deal perfekt: Liberty Media übernimmt Unitymedia

Freitag, 13. November 2009
Rund 3,5 Milliarden Euro lässt sich Liberty Global den Deal kosten
Rund 3,5 Milliarden Euro lässt sich Liberty Global den Deal kosten

Wie der Kabelnetzbetreiber Liberty Global heute morgen in einer Pressemitteilung bestätigt, kauft das Unternehmen mit Sitz in Englewood, Colorado, Unitymedia. Das Unternehmen von US-Medienmogul John Malone wird 100 Prozent der Aktien des zweitgrößten Kabelnetzbetreibers Deutschlands zum Preis von rund 3,5 Milliarden Euro erwerben. 1,5 Milliarden Euro des Kaufpreises entfallen auf die Übernahme von Schulden. Der Abschluss der Transaktion wird für die erste Jahreshälfte 2010 erwartet, steht jedoch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden. Das Kölner Unternehmen befindet sich im Besitz einer Gruppe von Finanzinvestoren unter der Führung von BC Partners und Apollo.

"Mit Unitymedia werden wir dann weltweit insgesamt mehr als 40 Millionen Haushalte erreichen", sagt Mike Fries, President und CEO von Liberty Global. Parm Sandhu, Vorsitzender der Geschäftsführung von Unitymedia, kommentiert die Übernahme folgendermaßen: "Diese Transaktion untermauert Unitymedias erfolgreiche Strategie, das erhebliche Wachstumspotenzial in den noch vergleichsweise wenig entwickelten deutschen Breitband- und Pay TV-Märkten zu nutzen."

Malone wollte bereits 2002 im deutschen Kabelmarkt Fuß fassen und der Deutschen Telekom das gesamte deutsche Kabelnetz abkaufen. Damals ist er allerdings am Kartellamt gescheitert. jm
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