"Das wird teuer": Uli Hoeneß will sich gegen "Exzesse" der Medien wehren

Montag, 22. April 2013
"Der Fall Hoeneß" ist das dominierende Thema in der Münchner Boulevardpresse
"Der Fall Hoeneß" ist das dominierende Thema in der Münchner Boulevardpresse


Seit dem Wochenende beherrschen die Vorwürfe gegen Bayern-Präsident Uli Hoeneß die Schlagzeilen. Der Fußball-Manager reagiert in gewohnter Manier gegen die ausufernde Berichterstattung zu seiner Person: Er geht zum Angriff über und kündigt juristische Schritte gegen einzelne Medien an.
Der unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung stehende Bayern-Manager Uli Hoeneß geht ihn in die Offensive und will gegen verschiedene Medien klagen: "Gegen die Exzesse in einigen Berichterstattungen werde ich mich anwaltschaftlich zur Wehr setzen", kündigte Hoeneß gegenüber dem "Münchner Merkur" an. Mit Blick auf eine Müncher Zeitung sagte der Manager: "Für die wird das richtig teuer."

Gemeint ist vermutlich die "Münchner Abendzeitung". Das Boulevardblatt hatte unter Berufung auf eine "sachkundige Quelle" berichtet, Hoeneß habe ein "unvorstellbares Vermögen" von mehreren hundert Millionen Euro in der Schweiz gebunkert. Tatsächlich geht es wohl um nicht versteuerte Zinsen auf ein Guthaben in Höhe von 18 bis 20 Millionen Euro. Zu dem gegen ihn eingeleiteten Verfahren will er dagegen nichts sagen: "Ich werde einige Wochen ins Land ziehen lassen, ehe ich mich äußere."

Am Wochenende hatte der "Focus" enthüllt, dass die Staatsanwaltschaft München gegen den Fußball-Manager und Unternehmer wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt. Hoeneß soll Kapitalerträge nicht versteuert haben. Nach dem Scheitern des Steuerabkommens mit der Schweiz hatte sich der Präsident des FC Bayern München selbst angezeigt. dh
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