"Das besondere Sonntagsgefühl": "WamS"-Manager Boege über die Kampagne von Oliver Voss

Freitag, 05. März 2010
Johannes Boege
Johannes Boege

Vergangene Woche hat Axel Springer die Markenkampagne für die "Welt am Sonntag" gestartet. Nun veröffentlicht der Medienkonzern weitere Motive. Unter dem Motto "Ein besonderer Tag verdient eine besondere Zeitung" wirbt der Verlag neun Wochen für den Sonntagstitel.  Erstmals führt Springer damit einen eigenen Claim für die Marke ein. Entwickelt und umgesetzt wurde die Kampagne von Oliver Voss, dem ehemaligen Kreativchef der Agentur Jung von Matt. HORIZONT.NET hat mit Johannes Boege, Leiter Marketing der Welt-Gruppe über die Hintergründe der Kommunikationsmaßnahmen gesprochen. Für ihn ist die Kampagne die erste große Bewährungsprobe, denn seinen Posten hat er erst Ende 2009 übernommen.

"Das besondere Sonntagsgefühl"

Was ist der Anlass für die Kampagne?
Johannes Boege:
Wir möchten das Profil von "Welt am Sonntag" schärfen und die Strahlkraft unserer Marke stärken. Unser Ziel ist es, die Marktführerschaft auszubauen. Dazu setzen wir in diesem Frühjahr über die bewährten Promotionaktionen hinaus auf eine crossmediale Markenkampagne.

Worin besteht das Ziel der Werbemaßnahmen?
"Welt am Sonntag" steht mit überraschenden Geschichten, hochkarätigen Interviews und dem preisgekrönten Design für hohen Lesegenuss. Dieser Lesegenuss findet sonntags im Park, auf dem Balkon oder in der Badewanne statt und bietet einen emotionalen Mehrwert: Das einzigartige Sonntagsgefühl. Und genau das wollen wir künftig mit dem Leitmotiv "Ein besonderer Tag verdient eine besondere Zeitung" für uns claimen.

Warum haben Sie sich für die Kreation von Oliver Voss entschieden?
Herr Voss hat sich mit der "Welt am Sonntag" intensiv auseinandergesetzt und in enger Abstimmung mit der Redaktion eine einzigartige Markenkampagne entwickelt. Im Ergebnis zeigt sie, was die Marke ausmacht: journalistische Vielfalt, ästhetische Exzellenz und Lesevergnügen. So tauchen die Motive wie die Zeitung selbst in das besondere Sonntagsgefühl ein und setzen es für das breite Spektrum unserer starken Zielgruppe in Szene - für Entscheider und Luxusaffine, aber auch für weibliche Leser und junge Großstädter.

Wie hoch ist das Mediabudget?
Es ist eine groß angelegte Kampagne mit angemessenem Budget und wirtschaftlich sinnvollem Einsatz.

Wie schätzen Sie den Markt der Sonntagstitel generell ein?
Der Sonntagsmarkt ist auch für den Marktführer "Welt am Sonntag" eine spannende Herausforderung - und zukunftsträchtig. Für den Erfolg sind die Stärken des Produkts, aber auch die Strahlkraft der Marke entscheidend. Hier setzen wir mit unserer neuen Kampagne an.

Die Nachrichtenmagazine sehen das offenbar anders: "Spiegel" und "Focus" haben jüngst ihren Sonntagsvertrieb stark zurückgefahren.
Axel Springer hat seit langem eine hohe Kompetenz und großen Erfolg auf dem Sonntagsmarkt. Für mich heißt das aus Marketingsicht für die Welt-Gruppe: Da dieser wichtige Markt umkämpft ist, wollen wir weiter in die Stärke der Marke "Welt am Sonntag" investieren und dazu beitragen, dass wir die Marktführerschaft ausbauen. Genau das machen wir mit der aktuellen Kampagne. bn
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