Das Geschäft mit Flachbildfernsehern boomt

Donnerstag, 26. August 2010
9,6 Millionen Flachbildfernseher werden die Deutschen 2010 kaufen (Foto: IFA)
9,6 Millionen Flachbildfernseher werden die Deutschen 2010 kaufen (Foto: IFA)

2010 sollen laut Prognose des Hightech-Verbands Bitkom in Deutschland rund 9,6 Millionen Flachbildfernseher verkauft werden. Das bedeutet eine Steigerung von 16 Prozent gegenüber dem Jahr 2009, der Umsatz steigt voraussichtlich um 11,3 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Damit wurde die Prognose, die auf Daten des European Information Technology Observatory basiert, noch einmal deutlich nach oben korrigiert. Insgesamt werden die Umsätze im Markt für digitale Unterhaltungselektronik 2010 vermutlich um 2,5 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro wachsen. Flachbildfernseher sind mit Abstand das wichtigste Segment im Markt der digitalen Unterhaltungselektronik und erzielen knapp die Hälfte der Umsätze in diesem Bereich. Weiterhin werden Erlöse erzielt mit Digitalkameras (12,4 Prozent), Spielekonsolen und Set-Top-Boxen (je 5,2 Prozent), Autonavigationssysteme (4,7 Prozent), Aufnahmemedien wie DVD-Rohlinge (4,3 Prozent) sowie sonstige digitale Unterhaltungselektronik wie MP3- und DVD-Player (13,7 Prozent).

Jeffry van Ede, Mitglied des Bitkom-Präsidiums begründet das starke Wachstum beim Kauf von Flachbildfernsehern mit der anziehenden Konjunktur, der Fußball WM, dem Durchbruch von HD-Fernsehen und dem großen Interesse der Deutschen an neuen Technologien: "Der deutsche Markt für Flachbildfernseher erlebt einen fantastischen Boom, den wir so nicht erwartet hatten. Die Deutschen sind derzeit regelrecht im Flat-TV-Kaufrausch", so van Ede.

Auch LCD-, Plasma- und 3D-Fernseher liegen im Trend: 2010 werden laut Prognose etwa 8,8 Millionen LCD-Fernseher abgesetzt, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Verkaufszahlen für Plasmageräte werden in diesem Jahr auf etwa 870.000 Stück steigen, ein Zuwachs von mehr als 15 Prozent gegenüber 2009. Seit der Markteinführung von 3D-Fernsehern im März wurden etwa 40.000 Stück verkauft, wie Bitkom aufgrund von Zahlen des Marktforschers GfK ermittelte.

Vom Trend zu hochauflösenden Bildern profitieren auch die Zusatzgeräte: Der Umsatz mit digitalen Set-Top-Boxen steigt 2010 voraussichtlich um 33 Prozent auf 690 Millionen Euro, mit Blu-ray-Playern werden laut Prognose 210 Millionen Euro umgesetzt, ein Plus von 82 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zukunft der Unterhaltungselektronik sieht Bitkom-Vizepräsident Achim Berg vor allem in der Heimvernetzung, also der Verbindung von Geräten wie Fernseher, Musikanlage, Computer und Handy. "Heimvernetzung ist ein Milliardenmarkt, der in den kommenden Jahren zum Treiber der gesamten Consumer Electronics wird", so Berg. sw
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