Das Comeback der Motor-Presse

Dienstag, 28. Mai 2002

Die Titel der Motor-Presse kehren früher in die IVW und die Mediaanalyse zurück als ursprünglich vorgesehen. Kurz vor der Verwaltungsratsitzung der IVW, auf der auch über den Vorschlag des IVW-Organisationsausschusses Presse befunden wird, hat das Gremium seine Empfehlung überraschend revidiert. Statt im ersten Quartal 2003 hat der Ausschuss dem Verwaltungsrat jetzt eine Wiederaufnahme bereits für das vierte Quartal 2002 empfohlen. Dieser Vorlage hat das Gremium heute zugestimmt.

Aus Protest gegen das Procedere der erneuten Wahlabstimmung hatte das langjährige IVW-Mitglied Eckhard Bremenfeld, Prokurist und Vertriebschef VDI Nachrichten, seinen Austritt aus dem Organisationsausschuss erklärt: "Meine Haltung richtet sich nicht gegen das Ergebnis, das ich sicherlich noch mitgetragen hätte, sondern gegen das Verfahren". Eine Sichtweise, die man beim Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, VDZ, nicht nachvollziehen kann: "Die Empfehlung ist ordnungsgemäß nach den IVW-Regularien zustande gekommen", meint Holger Busch, Geschäftsführer Anzeigen und Marketing .

Auch bei den Agenturen stößt die Entscheidung auf Zustimmung: "Das ist ein Kompromiss, der zum einen der IVW in Form von Sanktionen gerecht wird, auf der anderen Seite aber das Verhalten der Motor-Presse mit ihren Reformationsbestrebungen würdigt", meint Michael Bohn, Vorsitzender der Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG).
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