DSDS-Jubiläumsstaffel endet mit schwächstem Finale aller Zeiten

Montag, 13. Mai 2013
Die Schweizerin Beatrice Egli ist der "Superstar 2013"
Die Schweizerin Beatrice Egli ist der "Superstar 2013"


Das Finale von "Deutschland sucht den Superstar" hat RTL am Samstag zwar wie gewohnt den Tagessieg in der jungen Zielgruppe beschert, allerdings verzeichnete ausgerechnet die Jubiläumsstaffel die schwächsten Zuschauerzahlen in der Geschichte der Castingshow. Im Schnitt verfolgten 4,63 Millionen Zuschauer das große Finale von "Deutschland sucht den Superstar" und bescherten RTL damit einen durchschnittlichen Marktanteil von 16,3 Prozent. In der Spitze verfolgten bis zu 6,53 Millionen Zuschauer, wie mit Beatrice Egli zum zweiten Mal eine Frau die Castingshow gewann. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sicherte sich das Finale mit 2,56 Millionen Zuschauern einen Marktanteil von 24,4 Prozent und den Tagessieg in der werberelevanten Zielgruppe. In der erweiterten Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen kam die Show auf 22,2 Prozent.

Eigentlich gute Zahlen - der Blick auf die Einschaltquoten der Vorjahre trübt das Bild allerdings: Denn noch nie verfolgten weniger Zuschauer ein DSDS-Finale. Im Vorjahr holte das Finale noch einen Zielgruppenmarktanteil von 28,3 Prozent, in den sechs Jahren zuvor hatte keine Finalshow weniger als 30 Prozent Marktanteil in der jungen Zielgruppe. RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger sieht es dennoch positiv: "Eine musikalisch sehr überzeugende und nachhaltige Gewinnerin, die Wiederentdeckung des Schlagers und nach zehn Jahren immer noch 22,2 Prozent Marktanteil sind Teil einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte."

Wie es mit DSDS weitergeht, ist noch nicht klar. Im April hatte Sänger gegenüber dem "Spiegel" größere Veränderungen an der Castingshow angekündigt: "Aufgrund des Lebenszyklus des Formats reicht es nach zehn Jahren nicht mehr, an kleinen Rädchen zu drehen. Wir müssen drastischer sein, am großen Rad drehen", sagte der Unterhaltungschef dem Nachrichtenmagazin. dh
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