DMMV fordert Werbeemails nur mit Einverständnis des Nutzers

Donnerstag, 15. April 1999
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Werbeemail Einverständnis


Der Deutsche Multimedia-Verband (DMMV) setzt sich dafür ein, daß Werbeemails nur an Nutzer versandt werden dürfen, die sich ausdrücklich damit einverstanden erklärt haben ("opt-in"-Verfahren). Um das Internet und die Nutzer vor sinnloser Belastung durch unverlangte Werbeemails zu schützen und gleichzeitig die Freiheit der kommerziellen Kommunikation zu gewährleisten, fordert der DMMV unter anderem weiter, daß der Betreiber des Listservers den Eintrag durch den Nutzer durch eine Begrüßungsemail an den neuen Teilnehmer bestätigen muß und die daraufhin versandten E-Mails mit dem Namen der Mailingliste (z.B.:"Auto-Markt" etc.) im Betreff gekennzeichnet sein müssen. Zudem soll der Urheber der Werbeaussendung kenntlich sein ("Impressumspflicht" mit vollständigem Namen, Rechtsform, postalischer Adresse, URL und E-Mail sowie mit allen Pflichtangaben für Geschäftsdrucksachen nach dem im Herkunftsland gültigen nationalen Recht). Der aktuelle EU-Richtlinienentwurf sieht laut DMMV die Souveränität der Einzelstaaten im Hinblick auf die Versendung von Massenemails vor. Dies sei eine rechtliche Ungleichbehandlung in den EU-Mitgliedsstaaten, dem man entgegenwirken müsse. Der DMMV fordert dabei eine EU-weite "opt-in"-Regelung.
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