DMMV: Rosige Zukunft für Digitale Medien

Donnerstag, 03. Mai 2001
Sieht keinen Grund für Pessismismus: Rainer Wiedmann
Sieht keinen Grund für Pessismismus: Rainer Wiedmann

Der neu gewählte DMMV-Präsident Rainer Wiedmann zeichnete auf dem 9. Deutschen Multimedia Kongress (DMMK) in Stuttgart ein Bild von der weiteren Entwicklung des Zusammenwachsens zwischen Internet- und Multimediabranche mit der Old Economy. "Die Digital Economy hat durch die Einführung interaktiver, digitaler Medien einen neuen Wirtschaftszweig geschaffen und damit eine Revolution in der Wirtschaft eingeleitet", so Wiedmann. Auf der Mitgliederversammlung des DMMV wurden zudem die Vizepräsidenten Alexander Felsenberg und Florian Korff für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt.

Von einer Krise sieht der Verband derzeit keine Spur. Trotz der aktuellen Negativschlagzeilen habe sich die Zahl der Internetnutzer im Jahr 2000 mehr als verdoppelt, so Wiedmann. Gleiches gelte für den Umsatz der Internet- und Multimediadienstleister. Für das Jahr 2001 rechnet der DMMV mit einer Wachstumsrate von 50 Prozent. Wiedmann: "Das sind Krisen, die die so genannte Old Economy auch gerne hätte". Nichts desto trotz sei eine Konsolidierung nicht von der Hand zu weisen.

Dem Markttrend entsprechend stellte der DMMV seinen Aktionsplan für die kommenden Monate vor. So will sich der Verband gegen die Besteuerung von E-Commerce und gegen die geplanten Änderungen des Urhebervertragsrechts einsetzen. Als weiteren Schwerpunkt nennt der DMMV die Einführung der E-Commerce-Richtlinie der EU sowie der elektronischen Signatur auf europäischer Ebene. Ein wichtiges Ziel sei dabei die Verhinderung von Rundfunkgebühren für die Nutzung von Internet-Dienstleistungen sowie von zusätzlichen Steuern auf die Nutzung interaktiver Medien. Des Weiteren soll Dmmv.de zu einer Kommunikations-, Auskunfts- und Arbeitsplattform ausgebaut werden.


Felsenberg will Position des DMMV stärken

Der Verband plant zudem eine regionale Erweiterung seines Netzwerks und die Etablierung der Veranstaltungsreihe E-Business-Update. Darüber hinaus hat der DMMV eine Partnerschaft mit dem Verband der Softwareindustrie Deutschlands (VSI) geschlossen, der mit insgesamt 135 Mitgliedsunternehmen etwa 70 Prozent des Gesamtumsatzes der Softwarebranche erwirtschaftet. Es ist geplant, Ressourcen und Know-how zu bündeln sowie die Geschäftsstellen von DMMV und VSI zusammenzulegen. Nach Angaben von DMMV-Vizepräsident Alexander Felsenberg ist über die Partnerschaft hinaus jedoch keine engere Verzahnung der beiden Verbände geplant. "Eine Verschmelzung zu einem Gesamtverband steht nicht zur Debatte", betont Felsenberg. Von der Partnerschaft verspreche man sich jedoch eine deutliche Stärkung der Position, so Felsenberg.


Die Preisträger des Deutschen Multimediaawards.

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